Strompreise im März explodiert: Neukunden zahlen deutlich mehr als Bestandskunden
Sebastian VoigtStrompreise im März explodiert: Neukunden zahlen deutlich mehr als Bestandskunden
Stromkosten stiegen im März für viele Haushalte – Neukunden besonders betroffen
Im März mussten viele Haushalte höhere Stromrechnungen zahlen, vor allem Neukunden sahen sich mit deutlich erhöhten Tarifen konfrontiert. Die anhaltende Energiekrise, verschärft durch geopolitische Spannungen, trieb die Preise in ganz Europa in die Höhe. Gleichzeitig gelang es einigen Verbrauchern durch intelligentes Laden, ihre Kosten zu senken.
Die Großhandelspreise für Strom schwankten Anfang März stark, mit plötzlichen Ausschlägen nach oben und unten. Der Konflikt im Iran trieb die Gaspreise in die Höhe und belastete damit auch die Stromkosten. In der Folge stiegen die Endkundenpreise für Neukunden im Laufe des Monats an.
Kunden mit dynamischen Tarifen – das sind 93 Prozent der norwegischen Stromverbraucher – verzeichneten im Vergleich zum Februar einen Anstieg der Kosten um 3 Prozent. Besonders spürbar war die Erhöhung für Haushalte mit Elektroautos, intelligenten Zählern und flexiblen Tarifen. Allerdings konnten die 25 Prozent der Haushalte, die ihre Ladezeiten in günstigere Phasen verlagerten, ihre Rechnungen um fast 7 Prozent reduzieren.
Laut Daten des Energieanbieters Tibber verfügen drei Viertel seiner Kunden sowohl über Solaranlagen als auch über ein Elektroauto. Im Jahr 2025 zahlten diese Haushalte durchschnittlich 22 Cent pro Kilowattstunde, während E-Auto-Besitzer ohne Solarstrom 26 Cent entrichteten. Auch die Ladegewohnheiten änderten sich im März: Zwischen 4 und 6 Uhr morgens war ein deutlicher Anstieg der Aktivität zu verzeichnen, während das abendliche Laden im Vergleich zum Februar zurückging.
Edgeir Aksnes, der globale CEO von Tibber, hinterfragte die anhaltende Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Brennstoffen zur Stromerzeugung. Er betonte die Vorteile erneuerbarer Energien und flexibler Verbrauchsmodelle für die Kostenkontrolle.
Die aktuellen Zahlen zeigen, wie volatil die Energiemärkte nach wie vor sind – geprägt von geopolitischen Ereignissen und Preissstrategien. Während einige Verbraucher durch intelligentes Laden ihre Ausgaben senken konnten, stehen andere vor steigenden Rechnungen. Die Differenz zwischen Haushalten mit und ohne Solaranlagen unterstreicht zudem, welchen Einfluss erneuerbare Energien auf die Bezahlbarkeit haben.






