Straße von Malakka bricht 2025 alle Handelsrekorde trotz Piraterie und Engpässen
Finn WolfStraße von Malakka bricht 2025 alle Handelsrekorde trotz Piraterie und Engpässen
Die Straße von Malakka bleibt eine der verkehrsreichsten und wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Im Jahr 2025 passierten über 102.500 Schiffe ihre engen Gewässer und transportierten fast ein Viertel des globalen Seehandels. Die Anrainerstaaten haben nun ihre Verpflichtung erneuert, die Durchfahrt offen und gebührenfrei zu halten.
Die 900 Kilometer lange Meerenge zwischen Indonesien, Malaysia, Thailand und Singapur ist der größte Öldurchgangs-Engpass der Welt. Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2025 wurden hier täglich etwa 23,2 Millionen Barrel Öl umgeschlagen – mehr als in der Straße von Hormus. Die Route befördert zudem 75 Prozent der chinesischen Seetransporte von Rohöl aus dem Nahen Osten und Afrika sowie riesige Mengen an Gas und Waren, die nach Ostasien und Europa bestimmt sind.
Die geographischen Gegebenheiten der Straße stellen natürliche Herausforderungen dar. An ihrer schmalsten Stelle misst sie nur 2,7 Kilometer Breite, wodurch Schiffe in einen engen Flaschenhals gezwungen werden. In einigen Abschnitten beträgt die Wassertiefe lediglich 25 bis 27 Meter, was den Zugang für die größten Schiffe einschränkt. Dennoch hat dies den Verkehr nicht gebremst: Die Durchfahrten stiegen von 94.300 im Jahr 2024 auf über 102.500 im Jahr 2025.
Neben der wirtschaftlichen Bedeutung bestehen weiterhin Sicherheitsrisiken. Im Jahr 2024 wurden in der Straße mindestens 104 Piraterievorfälle und Angriffe auf Handelsschiffe verzeichnet. Trotz dieser Bedrohungen haben die Nachbarstaaten zugesichert, die freie Durchfahrt zu gewährleisten. Singapurs Außenminister Vivian Balakrishnan bestätigte kürzlich, dass alle Anrainer ein strategisches Interesse daran hätten, die Route offen und ohne Gebühren zu halten.
Die Bedeutung der Straße von Malakka für den Welthandel wächst weiter – mit Rekordzahlen bei Schiffsbewegungen und Öltransporten im Jahr 2025. Die flachen, engen Gewässer und anhaltenden Sicherheitsbedenken unterstreichen, wie wichtig die Zusammenarbeit der Anrainerstaaten ist. Ihre Vereinbarung, auf Gebühren zu verzichten, sichert die Straße als lebenswichtige, ungehinderte Handelsader für die internationale Wirtschaft.






