SPM-Skandal: Warum Top-Schüler in 'Moralischen Studien' plötzlich durchfallen
Sebastian VoigtSPM-Skandal: Warum Top-Schüler in 'Moralischen Studien' plötzlich durchfallen
Bildungsministerin Fadhlina Sidek ordnet umfassende Überprüfung des SPM-Fachs „Moralische Studien“ an
Die Maßnahme folgt auf massenhafte Beschwerden von Eltern und leistungsstarken Schülerinnen und Schülern, die in der Prüfung unerwartet schlechte Noten erhalten hatten. Viele Jugendliche müssen nun befürchten, wegen ihrer Ergebnisse nicht für Matrikulationsprogramme zugelassen zu werden.
Der Streit entbrannte, als Spitzen-Schülerinnen und -Schüler Bewertungen erhielten, die weit unter ihrem üblichen Leistungsniveau lagen. Eltern und Lernende äußerten ihre Sorgen, woraufhin Fadhlina die „Ängste der Eltern und der Gemeinschaft“ in Bezug auf das Bewertungssystem anerkannte.
Ein zentraler Kritikpunkt ist die mangelnde Transparenz bei der Korrektur der „Moralischen Studien“-Klausur. Die SPM-Noten basieren auf einem Moderationssystem, bei dem die Bewertungsgrenzen je nach Kohortenleistung angepasst werden – doch diese Schwellenwerte bleiben geheim.
Surain Kanda, Direktor des Sri Murugan Centre (SMC), brachte das Problem zur Sprache und erhielt dafür Anerkennung von der Ministerin. Er schlug vor, zu einer Open-Book-Prüfung mit „analytischer Bewertung“ überzugehen, um mehr Fairness zu schaffen. Zudem kritisierte er die aktuelle Notenvergabe und bezeichnete die 95-Prozent-Hürde für ein A+ als „unangemessen hoch“.
Das Malaysische Prüfungssyndikat wurde nun damit beauftragt, das Fach zu überarbeiten und notwendige Verbesserungen umzusetzen.
Ziel der Überprüfung ist es, Widersprüche in der Benotung zu beheben und das Vertrauen in die Bewertung der „Moralischen Studien“ wiederherzustellen. Schülerinnen und Schüler mit schlechten Ergebnissen könnten dennoch Schwierigkeiten haben, einen Platz in Matrikulationsprogrammen zu sichern. Das Ergebnis der Prüfung wird entscheiden, ob Änderungen am Prüfungsformat oder Bewertungssystem vorgenommen werden.






