11 May 2026, 05:02

SNP prüft Villensteuer: Drohen Schottlands Haushalten neue Belastungen?

Ein quadratisches Diagramm mit vier Quadranten, von denen jeder eine andere Partei repräsentiert: Scottish Socialist Party, Liberal Party und Conservative Party, mit Farben von hellblau bis dunkelblau.

SNP prüft Villensteuer: Drohen Schottlands Haushalten neue Belastungen?

Schottische Haushalte könnten mit weiteren Steuererhöhungen belastet werden, da die Schottische Nationalpartei (SNP) Forderungen der Scottish Greens prüft. Die Partei, die bei der jüngsten Wahl zum schottischen Parlament 15 Sitze errang, hat weitreichende Reformen vorgeschlagen – darunter eine „Villensteuer“ und eine grundlegende Überarbeitung der kommunalen Grundsteuer (Council Tax). Die SNP-Führung signalisierte Gesprächsbereitschaft, was Sorgen vor steigenden Lebenshaltungskosten schürt.

Die Scottish Greens hatten in ihrem Wahlprogramm kühne Steuerpläne skizziert. Dazu zählt ein 15-prozentiger Aufschlag auf Immobilien mit einem Wert über einer Million Pfund. Das Institute for Fiscal Studies (IFS) warnte, dass einige Hausbesitzer bei einer Umsetzung der Reformen mit deutlichen Erhöhungen ihrer Grundsteuerrechnungen rechnen müssten.

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Die SNP schloss weitere Steuerforderungen nicht aus. Wohnungsbauministerin Mairi McAllan räumte ein, dass zusätzliche Abgaben eingeführt werden könnten, falls die Greens darauf drängen. SNP-Chef John Swinney zeigte sich zwar offen für Zusammenarbeit mit anderen Parteien, schloss Gespräche mit der rechtspopulistischen Reform UK jedoch aus.

Kritik kam prompt auf. Craig Hoy, finanzpolitischer Sprecher der schottischen Konservativen, prangerte die bisherige Steuerpolitik der SNP an: Schon jetzt zahlen Schott:innen mit einem Einkommen über 33.493 Pfund mehr Lohnsteuer als in anderen Teilen Großbritanniens. Mit dem wachsenden Einfluss der Greens dürfte der Druck auf weitere Erhöhungen steigen.

Dank ihrer 15 Sitze im schottischen Parlament verfügen die Greens nun über erheblichen Gestaltungsspielraum in der Steuerpolitik. Sollten ihre Vorschläge umgesetzt werden, müssen sich Hausbesitzer:innen und Besserverdiener auf höhere Belastungen einstellen. Die Gesprächsbereitschaft der SNP deutet darauf hin, dass weitere Änderungen bevorstehen könnten.

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