Sieben Monate Untersuchungshaft: Neue Vorwürfe im Fall Kimberly Moya
Charlotte RichterSieben Monate Untersuchungshaft: Neue Vorwürfe im Fall Kimberly Moya
Paulo Alberto „N.“ sitzt seit sieben Monaten in Untersuchungshaft im Zusammenhang mit dem Verschwinden der 16-jährigen Kimberly Moya. Der im Oktober 2025 festgenommene Mann muss sich nun gemeinsam mit Gabriel Rafael „N.“ vor Gericht verantworten. Seine Verteidiger werfen den Ermittlern vor, ihm entscheidende Beweismittel vorenthalten und ihn während der Haft misshandelt zu haben.
Kimberly Moya wurde zuletzt am 2. Oktober 2025 gesehen, nachdem sie ein Internetcafé besucht hatte. Den Behörden zufolge soll sie auf dem Heimweg von Gabriel Rafael „N.“ entführt worden sein, während Paulo Alberto „N.“ einen grauen Volkswagen Käfer steuerte.
Paulo Alberto „N.“ wurde am 8. Oktober 2025 festgenommen; seine offizielle Inhaftierung erfolgte einen Tag später. Monate lang saß er im Gefängnis Barrientos, wo seine Anwälte Folter und Druck durch Ermittler anprangern. Ihm sei gedroht worden, seiner Mutter werde Leid zugefügt, falls er kein Geständnis unterschreibe.
Bis vor kurzem hatte Paulo Alberto „N.“ nur eingeschränkten Zugang zu den Ermittlungsakten. Seine Verteidigung hält die Beweislage für unzureichend und fordert seine Freilassung. Beide Männer sind offiziell wegen Verschleppung durch Privatpersonen angeklagt.
Die Verteidigung wird nun die Aufhebung der Untersuchungshaft für Paulo Alberto „N.“ beantragen – mit Verweis auf die dünne Beweislage und die Vorwürfe der Misshandlung. Das Verfahren läuft noch; gegen beide Beschuldigte wurden bereits Anklage erhoben. Im nächsten Gerichtstermin wird entschieden, ob Paulo Alberto „N.“ weiter in Haft bleibt oder vorläufig auf freien Fuß gesetzt wird.






