Sieben Familien suchen in Chiapas ihre verschwundenen Kinder nach monatelangem Schweigen
Finn WolfSieben Familien suchen in Chiapas ihre verschwundenen Kinder nach monatelangem Schweigen
Sieben Angehörige aus Kuba, Honduras und Ecuador sind nach San José El Hueyate gereist, um ihre verschwundenen Kinder zu suchen. Die Familien hatten zuletzt am 21. Dezember 2024 Kontakt zu den Migrantinnen und Migranten – dann verschwanden diese spurlos. Nun fordern sie Aufklärung über deren Verbleib und die Verantwortlichen im Schleusernetzwerk.
Die Gruppe der Mütter, organisiert in der internationalen Suchbrigade „Verbindende Wege“ (Original: Weaving Routes), besuchte den letzten bekannten Ort, an dem ihre Kinder noch Lebenszeichen von sich gegeben hatten. In dieser kleinen Gemeinde in Chiapas waren die Migrantinnen und Migranten in einem grünen Haus festgehalten worden, das als vermeintlicher „Sicherer Ort“ diente. Augenzeugen berichteten von mehreren Fahrzeugen vor dem Gebäude, die mutmaßlich den Schleusern gehörten, die sichere Passage versprochen hatten.
Noch am selben Tag trafen die sieben Angehörigen mit Vertretern der Staatsanwaltschaft von Chiapas zusammen. Die Behörden bestätigten, dass sie derzeit nach sieben Personen fahnden – obwohl die ursprüngliche Gruppe aus etwa zwanzig Migrantinnen und Migranten bestand. Die Familien bestehen auf Fortschritte bei der Suche nach den Vermissten sowie den beteiligten Menschenschmugglern.
Die kubanischen Mütter, die nach ihren Kindern suchen, sind Julia Margarita Bravo Díaz, Lázara Isabel Fernández Sosa, Isis Caridad Pérez Ramos, Elizabeth Guevara Guevara und Alicia Santos Torres. Aus Honduras beteiligt sich Óscar Enrique Hernández Barahona an der Suche, aus Ecuador José Antonio Quindil Unaucho. Gemeinsam vertreten sie acht Vermisste aus ihren jeweiligen Herkunftsländern.
Mittlerweile haben die Familien offiziell Kontakt zu den lokalen Behörden aufgenommen und drängen auf aktuelle Informationen zum Stand der Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft hat den Fall zwar anerkannt, konnte bisher jedoch weder konkrete Details zu den Schleusern noch zum Schicksal der Migrantinnen und Migranten nennen. Die Suche geht weiter – die Angehörigen weigern sich, ohne Antworten abzureisen.






