Satelliten revolutionieren Deutschlands Mobilfunknetz bis 2030
Deutschlands große Telekommunikationsanbieter setzen auf Satellitennetze, um die Mobilfunkabdeckung in abgelegenen Gebieten zu verbessern. Mit der Initiative sollen Funklöcher beseitigt und eine zuverlässige Kommunikation selbst in Notfällen gewährleistet werden.
Neue Partnerschaften und Technologien sollen die Konnektivität im ganzen Land bis zum Ende des Jahrzehnts revolutionieren. Die Deutsche Telekom hat eine Zusammenarbeit mit Starlink bekannt gegeben, um den Mobilfunkempfang in entlegenen Regionen zu stärken. Die Kooperation startet 2028 und nutzt Satellitenverbindungen, um Lücken in den herkömmlichen Netzen zu schließen.
O2 Telefónica arbeitet mit dem europäischen Unternehmen OQ Technology zusammen, um in Mecklenburg-Vorpommern Satellitenverbindungen zu testen. Die Versuche sollen Anfang 2027 beginnen und konzentrieren sich auf Standard-Mobilfunkfrequenzen, die es herkömmlichen Smartphones ermöglichen, auf das Netzwerk zuzugreifen. OQ Technology, ein rein europäisches Unternehmen, plant, bis Ende 2027 48 Satelliten zu betreiben, die alle 30 Minuten Aktualisierungen der Abdeckung liefern sollen.
Unterdessen hat Vodafone eine Partnerschaft mit AST SpaceMobile für mobilfunkbasierte Dienste aus dem All geschlossen. Zwar steht ein Starttermin für Deutschland noch nicht fest, doch das Vorhaben zielt darauf ab, direkte Konnektivität aus dem Weltraum anzubieten. Auch OQ Technology erwartet, dass seine neuen Satelliten – die bidirektionale Kommunikation ermöglichen – bei vollem Betrieb eine Smartphone-Bandbreite von ein bis zwei Megabit pro Sekunde bereitstellen werden.
Hintergrund des Vorstoßes ist der Wunsch der Anbieter, Lösungen für Gebiete zu finden, in denen die traditionelle Infrastruktur an ihre Grenzen stößt. Die neuen Systeme sind darauf ausgelegt, die Notfallkommunikation bei Naturkatastrophen zu unterstützen und die Versorgung in ländlichen Regionen zu verbessern.
Die satellitengestützten Mobilfunknetze werden die Abdeckung in Deutschlands entlegensten Gebieten ausbauen. Mit ersten Tests ab 2027 und der vollen Inbetriebnahme ab 2028 könnten Nutzer bald weniger Funklöcher und eine stabilere Verbindung erleben. Zudem verspricht die Technologie, die Einsatzfähigkeit in Krisensituationen zu stärken.






