Salzwegs Bürgermeister Putz verliert Stichwahl trotz Unschuldsbeteuerungen
Finn WolfSalzwegs Bürgermeister Putz verliert Stichwahl trotz Unschuldsbeteuerungen
Josef Putz, der langjährige Erste Bürgermeister von Salzweg, hat nach einer knappen Stichwahl sein Amt verloren. Die Abstimmung fand vor dem Hintergrund anhaltender Vorwürfe wegen finanzieller Verfehlungen und Vertrauensbruchs statt, die Putz vehement bestreitet.
An der Stichwahl beteiligten sich 65,8 % der Wahlberechtigten – fast 5.500 Einwohner gaben ihre Stimme ab. Putz, der das Amt jahrelang innehatte, unterlag dabei dem CSU-Herausforderer Roman Holzinger. Dieser erreichte 51,5 % der Stimmen, während Putz auf 48,5 % kam.
Gegen Putz werden derzeit schwere Vorwürfe erhoben, darunter Vertrauensbruch und der Verdacht auf wettbewerbswidrige Absprachen bei öffentlichen Ausschreibungen. Ermittler gehen davon aus, dass sein Handeln der Gemeinde Salzweg einen Schaden im hohen vierstelligen Bereich zugefügt haben könnte. Trotz der Anschuldigungen gibt es bisher keine Bestätigung für finanzielle Nachteile für den gesamten Landkreis Passau, und konkrete Ausschreibungen wurden öffentlich noch nicht mit dem Fall in Verbindung gebracht.
Putz beteuert seit Beginn des Verfahrens seine Unschuld und erklärt, er erwarte, dass sich die Vorwürfe vor Gericht als haltlos erweisen würden.
Mit Holzinger als neuem Bürgermeister beginnt für Salzweg nun eine Phase unter anderer Führung. Das juristische Verfahren gegen Putz bleibt jedoch weiterhin ungelöst, und die Gemeinde wartet auf weitere Entwicklungen. Der Ausgang der Ermittlungen wird zeigen, ob tatsächlich finanzielle Verluste entstanden sind und ob die Anklagepunkte aufrechterhalten werden.






