31 March 2026, 20:32

Russland pumpt Millionen in die Bekämpfung von Heizölunfällen in der Kertsch-Straße

Großes schwarzes und weißes Öltankschiff fährt auf dem Meer unter einem klaren blauen Himmel.

Russland pumpt Millionen in die Bekämpfung von Heizölunfällen in der Kertsch-Straße

Russland hat neue Mittel bereitgestellt, um die Umweltschäden durch jüngste Heizölunfälle in der Straße von Kertsch zu bekämpfen. Ministerpräsident Michail Mischustin erließ eine Anweisung zur Freigabe von Reservegeldern für Überwachungsmaßnahmen, Inspektionen und die Leckortung. Der Schritt folgt auf frühere Aufräumarbeiten, die wegen mangelnder Transparenz in der Kritik standen.

Im Februar 2023 waren bereits 5,8 Milliarden Rubel (umgerechnet etwa 63 Millionen Euro) an die Föderale Agentur für Seeverkehr und Binnenschifffahrt (Rosmorrechflot) geflossen, um Ölunfälle von Tankern wie der Wolgoneft 566 in der Nähe der Krimbrücke zu bewältigen. Allerdings wurden keine detaillierten Pläne für Umweltüberwachung oder langfristige Sanierungsmaßnahmen veröffentlicht. Der Großteil der Gelder floss in die ersten Aufräumarbeiten, wobei unklar blieb, wie sie genau verwendet wurden.

Nun wurden zusätzliche 712,4 Millionen Rubel (rund 7,8 Millionen Euro) als Subvention für den Seenotrettungsdienst bewilligt. Die Behörde muss bis zum 1. Februar 2027 über die Verwendung dieser Mittel Bericht erstatten. Die neueste Finanzspritze soll die Folgen eines aktuellen Notfall-Heizölunfalls abmildern.

Unterdessen treiben die Behörden die Forderung nach Schadensersatz voran. Das Ministerium für Naturressourcen der Region Krasnodar hat Klage gegen die Eigentümer und Betreiber der Tanker eingereicht. Gefordert werden 30,7 Millionen Rubel (etwa 335.000 Euro) für Haushaltsverluste sowie 34,2 Milliarden Rubel (rund 374 Millionen Euro) für Umweltschäden.

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Die neuen Mittel sollen Inspektionen und die Suche nach Leckstellen in der Straße von Kertsch unterstützen. Rosmorrechflot hat bis Anfang 2027 Zeit, Rechenschaft über die Verwendung der Gelder abzulegen. Parallel laufen weiterhin juristische Schritte, um von den Verantwortlichen der Unfälle finanzielle Wiedergutmachung zu erzwingen.

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