Raffinierte Betrüger zocken Senioren in Brandenburg mit falschen Bankern und Polizisten ab
Julian HartmannRaffinierte Betrüger zocken Senioren in Brandenburg mit falschen Bankern und Polizisten ab
Zwei Senioren in Brandenburg innerhalb weniger Tage Opfer raffinierter Telefonbetrugsmaschen
In Neuruppin verlor ein 55-jähriger Mann einen vierstelligen Betrag, nachdem ein Betrüger sich als Bankmitarbeiter ausgegeben hatte. Unterdessen wurde in Kyritz eine 79-jährige Frau von einem falschen Polizisten fast um einen fünfstelligen Betrag erleichtert – der Täter behauptete, ihre Tochter befinde sich in Untersuchungshaft.
Das Opfer aus Neuruppin erhielt einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter der Bankensicherheit. Der Betrüger warnte vor unautorisierten Abbuchungen und brachte den Mann dazu, seine Zugangsdaten preiszugeben. Sobald der Täter Zugriff hatte, sperrte er das Konto und stahl das Geld.
In Kyritz wurde die ältere Frau Opfer eines sogenannten "Schock-Anrufs". Ein Mann gab sich als Polizist aus und behauptete, ihre Tochter habe einen schweren Autounfall verursacht und sitze nun in Haft. Unter Druck willigte sie ein, einen niedrigen fünfstelligen Betrag für die Kaution zu zahlen. Erst nach der Übergabe des Geldes an den Betrüger erkannte sie den Schwindel.
Lokale Statistiken zeigen, dass solche Betrugsversuche – darunter auch der bekannte "Enkeltrick" – in den letzten Jahren zurückgegangen sind. Die gemeldeten Fälle in der Region sanken von 323 im Jahr 2024 auf 253 im Jahr 2025, während die Zahl der erfolgreich durchgeführten Betrugsfälle im selben Zeitraum von 436 auf 42 fiel. Trotz des Rückgangs belief sich der Schaden 2025 noch auf rund 890.426 Euro.
Beide Opfer blieben mit finanziellen Verlusten zurück. Die Behörden warnen weiterhin besonders ältere Menschen vor betrügerischen Anrufen, bei denen unter Druck schnelle Zahlungen oder persönliche Daten gefordert werden. Die Polizei rät, sofort aufzulegen und solche Behauptungen zunächst über offizielle Kanäle zu überprüfen, bevor man handelt.






