Papst Leo XIV. besucht vergiftete "Terra dei Fuochi" und prangert Umweltverbrechen an
Sebastian VoigtPapst Leo XIV. besucht vergiftete "Terra dei Fuochi" und prangert Umweltverbrechen an
Papst Leo XIV. besuchte am Samstag die berüchtigte „Terra dei Fuochi“ in Italien, eine Region, die seit langem unter illegaler Entsorgung giftiger Abfälle leidet. Die Reise markierte den 11. Jahrestag von Laudato Si’, der wegweisenden Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus. Während seines Besuchs traf der Pontifex mit Familien und Klerus zusammen, die seit Jahrzehnten unter den Folgen der Verschmutzung leiden, die mit der organisierten Kriminalität in Verbindung steht.
Die Gegend bei Neapel, bekannt als „Terra dei Fuochi“, ist seit den späten 1980er-Jahren von illegaler Müllentsorgung und Abfallverbrennung betroffen. Unternehmen sollen der Camorra-Mafia angeblich Geld gezahlt haben, um gefährliche Stoffe günstig zu entsorgen, wodurch Schwermetalle, Dioxine und Asbest in der Region zurückblieben. Diese Schadstoffe sind in den Boden, das Grundwasser und die Luft gelangt und haben zu ungewöhnlich hohen Krebsraten unter den Anwohnern beigetragen.
Papst Leo verurteilte das „tödliche Gemisch aus undurchsichtigen Interessen und Gleichgültigkeit gegenüber dem Gemeinwohl“, das die Krise über Jahrzehnte hinweg ermöglicht habe. Er beschrieb die Region als einen Ort, der „einen hohen Preis gezahlt“ habe und „viele seiner Kinder begraben“ müsse – als Folge der Verseuchung. Die Worte des Pontifex unterstrichen die menschlichen Kosten der Umweltzerstörung, die mit der organisierten Kriminalität verknüpft ist.
Während seines Besuchs verbrachte der Papst Zeit mit lokalen Geistlichen und Familien, die die Folgen der Verschmutzung ertragen müssen. Seine Anwesenheit lenkte die Aufmerksamkeit auf den anhaltenden Kampf um Gerechtigkeit und die Sanierung einer Region, die von jahrzehntelanger Vernachlässigung gezeichnet ist.
Der Besuch des Papstes rückte die langfristigen Auswirkungen illegaler Abfallentsorgung auf die öffentliche Gesundheit und die Umwelt in den Fokus. Die Bewohner bleiben weiterhin einem erhöhten Krebsrisiko durch verseuchte Böden und Gewässer ausgesetzt. Die Reise diente auch als Mahnung an die Herausforderungen, die mit der Bekämpfung von Umweltverschmutzung im Zusammenhang mit kriminellen Machenschaften einhergehen.






