Ostdeutschlands Chemieindustrie kämpft 2025 mit Rekordrückgang und schwacher Zukunftsprognose
Sebastian VoigtOstdeutschlands Chemieindustrie kämpft 2025 mit Rekordrückgang und schwacher Zukunftsprognose
Ostdeutschlands Chemieindustrie durchlebte 2025 ein weiteres schwieriges Jahr. Die Produktion sank um etwa drei Prozent, während die Kapazitätsauslastung auf nur noch 72 Prozent fiel. Trotz einiger Hoffnungsschimmer bleibt der Sektor unter starkem Druck durch steigende Kosten und globale Unsicherheiten.
Die Probleme der Branche resultieren aus einem Mix hoher Energiepreise, teurer Rohstoffe und verschärfter Regulierung. Zudem hat sich der internationale Wettbewerb verschärft und die Gewinnmargen weiter zusammengedrückt. Geopolitische Spannungen, darunter der anhaltende Nahostkonflikt, belasten die Lage zusätzlich, indem sie Lieferketten stören und die Instabilität erhöhen.
Nur etwa jedes zehnte Chemieunternehmen in der Region rechnet in naher Zukunft mit einer Besserung der Lage. Stellenabbau hat sich in der Branche ausgebreitet, wobei der Pharmabereich vergleichsweise stabil blieb. Insgesamt beschäftigen die chemische und pharmazeutische Industrie in Ostdeutschland weiterhin rund 63.000 Menschen und erzielten im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwa 28,5 Milliarden Euro.
Ein seltener Lichtblick ist die mögliche Rettung von Domo, einem insolventen Chemieunternehmen am Standort Leuna. Sollte das Geschäft gelingen, könnte es ein dringend benötigtes positives Signal für die kriselnde Branche senden. Doch selbst mit diesem potenziellen Durchbruch bleibt die Gesamtlage angespannt.
Die Chemieindustrie in Ostdeutschland schrumpft weiter – mit geringer Kapazitätsauslastung und schwacher Zuversicht unter den Unternehmen. Zwar bieten einzelne Entwicklungen wie die Rettung von Domo Hoffnung, doch der Sektor kämpft weiterhin mit hohen Kosten und externen Risiken. Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese vereinzelten Erfolge die breitere Krise abmildern können.






