Online-Betrug gegen Studierende in Malaysia nimmt dramatisch zu – Polizei startet Aufklärungskampagne
Julian HartmannOnline-Betrug gegen Studierende in Malaysia nimmt dramatisch zu – Polizei startet Aufklärungskampagne
Die Polizei des Bundesstaates Perak hat Alarm geschlagen: Online-Betrug, der gezielt Studierende ins Visier nimmt, hat in den letzten Monaten stark zugenommen. Allein zwischen Januar und April 2023 wurden 61 Fälle gemeldet, bei denen die Gesamtverluste auf 303.372,36 Malaysische Ringgit (umgerechnet etwa 63.000 Euro) anstiegen. Als Reaktion darauf haben die Behörden nun ein Aufklärungsprogramm gestartet, um das Problem entschlossen anzugehen.
Das neu eingeführte Modul mit dem Titel „Aktuelle Entwicklungen bei Wirtschaftsstraftaten“ wurde offiziell an der Universiti Teknologi Petronas (UTP) vorgestellt. Der Polizeichef von Perak, Datuk Noor Hisam Nordin, leitete die Veranstaltung und betonte die dringende Notwendigkeit, das Bewusstsein unter jungen Erwachsenen für diese Bedrohungen zu schärfen.
Betrüger konzentrieren sich zunehmend auf Studierende und setzen dabei auf gefälschte Telefonanrufe, betrügerische E-Commerce-Angebote, fingierte Investitionsmöglichkeiten und unseriöse Kreditangebote. Diese täuschenden Methoden haben bereits zahlreiche Opfer in finanzielle Not gebracht – ein Grund für die Polizei, nun konsequent gegenzusteuern.
Ziel des Moduls ist es, Studierenden das nötige Wissen zu vermitteln, um Betrugsversuche frühzeitig zu erkennen und abzuwehren. Durch die Aufklärung über aktuelle Betrugsmaschen hoffen die Behörden, die Fallzahlen und damit verbundene finanzielle Schäden künftig deutlich zu reduzieren.
Angesichts der 61 gemeldeten Fälle in nur vier Monaten ist die finanzielle Belastung für die Betroffenen beträchtlich. Das neu gestartete Programm soll diese Straftaten durch gezielte Sensibilisierung und präventive Maßnahmen eindämmen. Die Polizei wird die Lage weiterhin genau beobachten und Studierende auffordern, wachsam zu bleiben und sich vor Betrug zu schützen.






