Oberasbach verdoppelt Wassergebühren ab Oktober 2026 – was Bürger jetzt wissen müssen
Finn WolfOberasbach verdoppelt Wassergebühren ab Oktober 2026 – was Bürger jetzt wissen müssen
Oberasbacher Bürger müssen ab 1. Oktober 2026 mit stark steigenden Wassergebühren rechnen. Die Stadt führt neue Abgaben ein und ersetzt ihre veraltete Satzung, um finanzielle Engpässe und steigende Instandhaltungskosten auszugleichen.
Ab dem 1. Juli 2026 tritt ein sogenannter „Wassercent“ in Höhe von 10 Cent pro Kubikmeter in Kraft, der Projekte zum Wasserschutz in der Kommune finanzieren soll. Parallel dazu stimmt der Stadtrat am 29. Juni 2026 über eine überarbeitete Wassersatzung ab. Die neuen Regelungen lösen die Version von 1995 ab und orientieren sich an der Musterverordnung des Bayerischen Innenministeriums.
Mit dem neuen System werden sich die Wassergebühren nahezu verdoppeln: Der Verbrauchspreis steigt von 2,08 Euro auf 4,12 Euro pro Kubikmeter. Hintergrund ist ein Finanzierungsdefizit von rund 2,1 Millionen Euro, das sich in den vergangenen vier Jahren aufgestaut hat. Hinzu kommen gestiegene Instandhaltungskosten, etwa durch häufigere Rohrbrüche. Zudem hat Oberasbach die Verantwortung für Hausanschlussleitungen übernommen, was die Belastung weiter erhöht.
Die neue Satzung wird – wie von der Preisangabenverordnung vorgeschrieben – sowohl Netto- als auch Bruttopreise ausweisen und tritt offiziell am 1. Oktober 2026 in Kraft.
Für die Bürger bedeutet das deutlich höhere Kosten. Die neuen Gebühren und die überarbeitete Satzung sollen die Instandhaltung finanzieren, frühere Finanzlücken schließen und gleichzeitig die Einhaltung der Preisvorschriften sicherstellen.






