New Jersey kämpft mit Gesetzesplänen um Rettung des lokalen Journalismus
Sebastian VoigtNew Jersey kämpft mit Gesetzesplänen um Rettung des lokalen Journalismus
Abgeordnete in New Jersey drängen auf stabile Finanzierung, um den lokalen Journalismus zu stärken. Der Staatssenator Andrew Zwicker hat zwei Gesetzesvorlagen eingebracht, die darauf abzielen, die finanzielle Unterstützung für das New Jersey Civic Information Consortium zu sichern. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem die Organisation in diesem Jahr mit einer Finanzlücke konfrontiert ist.
Das Konsortium fördert derzeit Dutzende lokale Medienhäuser im gesamten Bundesstaat. Seine Arbeit erreicht jeden vierten Einwohner und verzeichnet monatlich eine Million Website-Besucher. Im vergangenen Jahr erhielt es 2,5 Millionen Pfund an staatlicher Förderung, doch 2024 ist bisher kein Geld geflossen.
Einer von Zwickers Entwürfen sieht vor, dass staatliche Behörden 30 Prozent ihrer Werbebudgets bei lokalen Medien ausgeben müssen. Der andere Entwurf verpflichtet die New Jersey Public Broadcasting Authority, jährliche Auktionen für Filmsteuergutschriften durchzuführen, um das Konsortium und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu finanzieren.
Lokale Medien wie die Hammonton Gazette sind auf die Zuschüsse des Konsortiums angewiesen. Die Zeitung nutzt die Gelder, um freiberufliche Autoren zu beschäftigen und Artikel auf Spanisch zu veröffentlichen. Lisa Sahulka, die Geschäftsführerin des Konsortiums, warnte, dass ohne staatliche Mittel einige Redaktionen gezwungen sein könnten, zu schließen. New Jersey zählt bereits jetzt zu den Bundesstaaten mit der geringsten Relation zwischen Journalisten und Einwohnern in den USA.
Die vorgeschlagenen Gesetze sollen eine zuverlässige Finanzierungsquelle für den lokalen Journalismus schaffen. Falls verabschiedet, würden sie dazu beitragen, die Berichterstattung in ganz New Jersey aufrechtzuerhalten. Ohne politische Maßnahmen bleibt jedoch ungewiss, ob das Konsortium seine Unterstützung für Medienhäuser fortsetzen kann.
