Neuer US-Sicherheitsminister schafft umstrittene Ausgabenregel ab – und beschleunigt Katastrophenhilfen
Finn WolfNeuer US-Sicherheitsminister schafft umstrittene Ausgabenregel ab – und beschleunigt Katastrophenhilfen
Markwayne Mullin, der neue Minister für Innere Sicherheit, hat eine Regelung abgeschafft, die seine persönliche Genehmigung für alle Ausgaben des Ministeriums über 100.000 US-Dollar vorsah. Mit diesem Schritt sollen die Bewilligung von Katastrophenhilfen beschleunigt und Verzögerungen bei den Wiederaufbaumaßnahmen verringert werden. Kritiker hatten lange moniert, dass die Vorschrift unnötige Engpässe in der Notfallbewältigung schuf.
Die nun aufgehobene Bestimmung war von Mullins Vorgängerin, Kristi Noem, eingeführt worden. Nach ihrer Anweisung musste jede Ausgabenentscheidung des Ministeriums für Innere Sicherheit (DHS) über der 100.000-Dollar-Grenze über ihr Büro laufen. Bis September hatte diese Regelung mindestens 1.000 FEMA-Verträge, Zuschüsse und Katastrophenerstattungen blockiert, wodurch rund 2,2 Milliarden US-Dollar an Wiederaufbau- und Vorsorgemitteln in der Genehmigungsschleife festsaßen.
Notfallmanagement-Organisationen begrüßten Mullins Entscheidung. Die International Association of Emergency Managers lobte die Änderung und erklärte, sie werde dazu beitragen, die Effizienz in der Katastrophenbewältigung wiederherzustellen. Die frühere Regelung war in die Kritik geraten, weil sie die Handlungsfähigkeit der FEMA – insbesondere nach schweren Vorfällen – untergrub.
Mullin ging zudem auf Personalprobleme ein und versprach, die FEMA ausreichend auszustatten. Er bestätigte, dass er Bewerber für die Position eines ständigen FEMA-Administrators prüfe, nachdem 2023 rund 2.400 Mitarbeiter entlassen worden waren – die Belegschaft war damit von etwa 22.000 auf rund 19.600 geschrumpft. Darüber hinaus überprüft das Ministerium für Innere Sicherheit weitere Richtlinien, darunter einen Stopp beim Erwerb neuer Lagerhallen für die Immigrationshaft.
Die Abschaffung der Ausgaben-Genehmigungsregel soll den Vergabeprozess der FEMA vereinfachen. Da die bisher blockierten 2,2 Milliarden US-Dollar nun freigegeben sind, wird mit einer schnelleren und effizienteren Verteilung der Hilfsmittel gerechnet. Die Behörde bewertet unter Mullins Führung weiterhin mögliche weitere Anpassungen der Richtlinien.






