Neuer Eklat im EU-USA-Handelsstreit: Trump droht mit höheren Autozöllen
Julian HartmannNeuer Eklat im EU-USA-Handelsstreit: Trump droht mit höheren Autozöllen
Handelskonflikt zwischen der EU und den USA flammt erneut auf, nachdem Präsident Donald Trump Brüssel vorwirft, eine Zollvereinbarung nicht eingehalten zu haben. Der Streit dreht sich um ein Abkommen, das im vergangenen Sommer geschlossen wurde – nun tauschen beide Seiten scharfe Worte aus, kurz vor den entscheidenden Gesprächen in Paris diese Woche.
Auslöser der Auseinandersetzung war Trumps Ankündigung, die US-Zölle auf Autos und Lastwagen aus der EU ab dieser Woche auf 25 Prozent zu erhöhen. Er behauptete, die EU habe die 2023 getroffene Vereinbarung nicht umgesetzt. Unterstützung erhielt der Vorwurf von US-Handelsvertreter Jamieson Greer, der erklärte, EU-Beamte hätten ihre Zölle und Regelungen nicht wie zugesagt angepasst.
Die EU wies die Vorwürfe entschieden zurück. EU-Sprecher Thomas Regnier bezeichnete die US-Anschuldigungen als haltlos und betonte, Brüssel setze das Abkommen von Anfang an konsequent um. Unterdessen wird der EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič am Dienstag am Rande eines G7-Ministertreffens in Paris mit Greer zusammenkommen.
Trotz der Spannungen betonen beide Seiten, dass Handelsgespräche auf verschiedenen Ebenen weiterlaufen. Die EU bekräftigt ihre Bindung an das Abkommen, doch eine schnelle Lösung zeichnet sich nicht ab. Das Treffen in Paris soll nun den jüngsten Versuch darstellen, die Streitigkeiten um die umstrittenen Zölle beizulegen. Scheitern die Verhandlungen, könnten die USA bereits in dieser Woche höhere Abgaben auf EU-Fahrzeuge erheben. Das Ergebnis wird voraussichtlich die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Wirtschaftsmächten in den kommenden Monaten prägen.






