30 March 2026, 16:03

Neue Kraftstoffpreisregeln starten mit Verzögerung – was sich für Autofahrer ändert

Liniengraph mit der Bezeichnung "Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten", der zwei Linien zeigt: eine blaue Linie, die den sinkenden Kraftstoffpreis über die Zeit angibt, und eine grüne Linie, die den steigenden Preis angibt, mit fetter, zentrierter Schrift.

Neue Kraftstoffpreisregeln starten mit Verzögerung – was sich für Autofahrer ändert

Die neuen Regeln zur Kraftstoffpreisbemessung treten nun mittwochs statt wie ursprünglich geplant samstags in Kraft – nach einer unerwarteten Verzögerung. Die vom Bundestag am 26. März 2026 beschlossenen Vorschriften sollen tägliche Preisanpassungen auf eine einzige Änderung mittags begrenzen. Branchenverbände und Kritiker haben sich bereits zu den möglichen Auswirkungen der Neuregelung geäußert.

Der Bundestag verabschiedete die Kraftstoffpreisverordnung am 26. März; die endgültige Zustimmung des Bundesrats steht jedoch noch aus. Nach dem neuen System dürfen Tankstellen die Preise künftig nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags anpassen. Ursprünglich sollte die Regelung Anfang April in Kraft treten, doch der Start wurde auf Mittwoch verschoben.

Noch vor Inkrafttreten des Gesetzes waren die Dieselpreise bereits von einem Höchststand von 2,234 Euro pro Liter am 23. März auf 2,179 Euro bis zum 26. März gefallen – ein Rückgang um 5,5 Cent. Auch der Preis für E10-Benzin sank leicht, von 2,054 Euro am 25. März auf 2,040 Euro am Folgetag. Diese Entwicklungen folgten einem breiteren Marktrückgang im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt und stehen nicht im Zusammenhang mit der bevorstehenden Regulierung.

Herbert Rabl vom Wirtschaftsverband Fuels und Energie (TIV) begrüßte die durch die Regeln entstehende Transparenz. Er prognostizierte einen intensiven Preiswettbewerb nach der täglichen Anpassung um 12 Uhr, warnte jedoch vor möglichen Funktionsstörungen des Marktes. Sollten die Preise nicht wie üblich reagieren, könnte dies seiner Meinung nach auf eine inoffizielle Absprache unter den Ölkonzernen hindeuten.

Kritiker hingegen bezeichneten die Verzögerung als typisch für halbherzige Politik. Janine Wissler, wirtschaftspolitische Sprecherin der Linken, nannte die Reform "Symbolpolitik" und zweifelte daran, dass sie die Spritkosten spürbar senken werde. Sie schlug zudem eine Übergewinnsteuer vor, um die durch Energieunternehmen erzielten Zufallsgewinne an die Verbraucher zurückzugeben.

Die neuen Preisregeln treten nun am Mittwoch in Kraft, wobei Tankstellen auf eine tägliche Preisanpassung zur Mittagszeit beschränkt werden. Während die Branche mit verschärftem Wettbewerb rechnet, bezweifeln Skeptiker, dass die Reform die Belastung für Autofahrer verringern wird. Die endgültige Zustimmung des Bundesrats bleibt der letzte Schritt vor der Umsetzung.

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