04 April 2026, 20:03

Nagelsmanns DFElf kämpft mit Abwehrproblemen vor der Weltmeisterschaft

Gruppe von Männern in grünen T-Shirts, die auf einem Fußballfeld stehen oder knien, mit einem Ball und einem Torpfosten umgeben von Bäumen, Gebäuden und Fahrzeugen.

Nagelsmanns DFElf kämpft mit Abwehrproblemen vor der Weltmeisterschaft

Deutschlands jüngste Länderspiele sorgen für Bedenken wegen defensiver Schwächen und taktischer Entscheidungen

Trotz starker Einzelleistungen hat die Mannschaft in den letzten Testspielen Schwierigkeiten, ohne Gegentor zu bleiben. Bundestrainer Julian Nagelsmann steht weiterhin unter Druck, nachdem die DFElf selbst gegen weniger offensive Teams wie Ghana Tore kassierte.

Ein Lichtblick war Einwechselspieler Deniz Undav, dessen spätes Tor zum 2:1-Sieg gegen Ghana führte. Dennoch bleiben Fragen zu Nagelsmanns Personalentscheidungen und Deutschlands WM-Chancen bestehen.

Beim 2:1 gegen Ghana am 30. März erzielte Kai Havertz per Elfmeter in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit die Führung. Kurz darauf traf Niclas Woltemade nur die Latte, doch die DFElf konnte ihren Vorsprung nicht ausbauen. Undav, der erst spät eingewechselt wurde, markierte in der 88. Minute nach Vorlage von Leroy Sané den entscheidenden Treffer.

Seine starken Leistungen in der Bundesliga hatten Undav den Kaderplatz gesichert, zunächst jedoch nur auf der Bank. Während Havertz und Woltemade ihre Chancen nicht nutzen konnten, widerlegte Undav als Joker zumindest vorübergehend die Kritik.

Defensive Probleme bleiben ungelöst Gegen die Schweiz kassierte Deutschland drei Tore aus nur sieben Torabschlüssen. Ein Fehlpass von Nico Schlotterbeck bescherte dem Gegner eine Großchance – ein weiteres Beispiel für die anhaltenden Schwächen in der Abwehr. Joshua Kimmich, der statt in seiner gewohnten Mittelfeldrolle als Rechtsverteidiger auflief, konnte die Defensive ebenfalls nicht stabilisieren.

Nagelsmann sieht sich wegen seiner unflexiblen Herangehensweise in der Kritik. Er wies Forderungen nach taktischen Anpassungen oder Positionswechseln zurück, obwohl die Mannschaft selbst gegen defensiv ausgerichtete Teams Tore zuließ. Der Bundestrainer räumte ein, dass andere Nationen mittlerweile als klarere WM-Favoriten gelten.

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Auch die Schiedsrichterleistungen spielten eine Rolle: Beim Spiel gegen Ghana pfiff Unparteiischer Stuart Attwell zwar einen Elfmeter für Deutschland, hatte aber zuvor im EM-Viertelfinale 2024 eine Handspielszene übersehen. Trotz des Sieges bleiben Zweifel an der Entscheidungsfindung.

Einzelleistungen können Teamdefizite nicht ausgleichen Trotz der Schwierigkeiten überzeugten Florian Wirtz, Antonio Rüdiger, Jamal Musiala und Lennart Karl mit starken Auftritten. Ihre individuellen Glanzleistungen mündeten jedoch nicht in ein geschlossenes Mannschaftsbild.

Die durchwachsenen Ergebnisse werfen Fragen über Nagelsmanns Zukunft auf. Undavs spätes Siegtor gegen Ghana war ein seltenes Highlight, doch defensive Patzer und taktische Sturheit überschatten die Fortschritte. Mit der WM vor der Tür muss das Team seine Schwächen beheben – sonst drohen auf der weltweiten Bühne weitere Rückschläge.

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