11 May 2026, 10:47

Moskau wird zum Schauplatz ethnokultureller Innovationen durch junge Aktivisten

Collage aus vier verschiedenen Menschen, die "International Education Week" Text in der Mitte lächeln.

Moskau wird zum Schauplatz ethnokultureller Innovationen durch junge Aktivisten

Große Konferenz in Moskau vereint junge Aktivisten, Experten und Beamte für ethnokulturelle Projekte in ganz Russland

In der russischen Hauptstadt kamen junge Aktivisten, Fachleute und Vertreter aus Politik und Verwaltung zusammen, um ethnokulturelle Initiativen im gesamten Land voranzutreiben. Die Veranstaltung verband zwei zentrale Wettbewerbe: den 7. Gesamt russischen Wettbewerb für bewährte Praktiken in den ethnischen Beziehungen sowie die 4. Virtuelle Reise durch das multinationale Russland. Die Teilnehmer präsentierten Projekte, die sich dem Erhalt von Sprachen, der Förderung der Integration und der Bewahrung des kulturellen Erbes des Landes widmen.

Die 6. Gesamt russische Konferenz zur nachhaltigen Entwicklung im ethnokulturellen Bereich fand an der Lomonossow-Universität Moskau, genauer an der Fakultät für Öffentliche Verwaltung, statt. Als Mentorin begleitete Jekaterina Jegorowa, Leiterin des Ressourcenzentrums im Haus der Völkerfreundschaft A.Je. Kulakowski, die Veranstaltung. Unter ihrer Anleitung entwickelten fünf Mentees Projekte, die sich auf die Wiederbelebung bedrohte Sprachen, die Unterstützung ausländischer Kinder bei der Eingliederung sowie die Stärkung ethnokultureller Nichtregierungsorganisationen konzentrieren.

Zu den herausragenden Vorschlägen zählte der Plan von Maria Topakowa aus der Region Kemerowo. Sie schlug vor, ein Theater in der indigenen schorischen Sprache zu gründen, um Kinder und Jugendliche mit den Traditionen ihrer Vorfahren zu verbinden. Gleichzeitig erreichte das Ausstellungsprojekt „Zug des Sieges“ – anlässlich des 80. Jahrestags des Großen Sieges von 1941–1945 – das Finale des Wettbewerbs „Virtuelle Reise“.

Im Mittelpunkt stand zudem das nationale Projekt „Ethnik: Talent zählt“. 2025 gingen hierfür 800 Bewerbungen von unter 35-Jährigen aus allen russischen Regionen ein. Nach einem strengen Auswahlverfahren qualifizierten sich 80 Fachkräfte für die nächste Runde, von denen 32 an ein intensives Schulungsprogramm an der Lomonossow-Universität teilnehmen dürfen. Timur Zybikow von der Föderalen Agentur für ethnische Angelegenheiten betonte die Notwendigkeit, den ethnokulturellen Sektor und zivilgesellschaftliche Organisationen zu stärken.

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Wladimir Sorin, Vorsitzender der Kommission für interethnische und interreligiöse Beziehungen der Öffentlichen Kammer Russlands, eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßung an alle, die sich dafür einsetzen, dass sich in Russland jede ethnische Gruppe, jede Religion und jeder Gast willkommen fühlt.

Die Konferenz zeigte eine Welle neuer Projekte auf, die sich dem Spracherhalt, der kulturellen Integration und der historischen Erinnerung widmen. Mit 80 jungen Fachkräften, die im Rahmen von „Ethnik: Talent zählt“ weitergefördert werden, und Finalisten wie dem „Zug des Sieges“, die Anerkennung finden, sollen die Initiativen in ganz Russland ausgedehnt werden. Sowohl offizielle Vertreter als auch Mentoren hoben die Bedeutung solcher Programme für den Zusammenhalt und die Bewahrung der multikulturellen Identität Russlands hervor.

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