Mönchengladbachs Wohnungsboom trotzt dem NRW-weiten Baueinbruch 2025
Sebastian VoigtMönchengladbachs Wohnungsboom trotzt dem NRW-weiten Baueinbruch 2025
Mönchengladbach verzeichnet einen deutlichen Anstieg beim Wohnungsneubau, während weite Teile Nordrhein-Westfalens mit einem Rückgang kämpfen. 2025 genehmigte die Stadt 73,6 Prozent mehr Baugenehmigungen für Wohneinheiten als im Vorjahr. Dieses Wachstum fällt in eine Zeit, in der das Bundesland die niedrigsten Bauzahlen seit 14 Jahren verzeichnet – die Fertigstellungen gingen im gleichen Zeitraum um 9,4 Prozent zurück.
Der Erfolg der Stadt geht auf die Initiative „Wohnen für alle“ zurück, die 2023 gestartet wurde. Rund 43 Millionen Euro flossen in die WohnBau Mönchengladbach, das städtische Wohnungsbauunternehmen, um die Entwicklung voranzutreiben. Das Programm konzentriert sich auf bezahlbaren Wohnraum, barrierefreies Wohnen und die Aufwertung innerstädtischer Viertel.
2025 wurden in Mönchengladbach 758 neue Wohnungen fertiggestellt – fast dreimal so viele wie 2024. Zudem bewilligte die Stadt Subventionen in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 zusätzliche Wohneinheiten, was nahezu dem Rekordwert des Vorjahres entspricht. Mit einer Bauquote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner belegte Mönchengladbach unter den kreisfreien Städten des Landes Platz drei und lag damit 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt.
Der Kontrast zum übrigen Bundesland könnte kaum größer sein: In Nordrhein-Westfalen sank die Bauquote 2025 auf 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner, wobei nur 37.185 Wohnungen fertiggestellt wurden. Steigende Kreditzinsen, explodierende Kosten und weniger Genehmigungen trieben den Rückgang in der Region voran. Doch Mönchengladbachs gezielte Strategie hielt die Projekte auf Kurs.
Mit mehr fertigen Wohnungen, erteilten Genehmigungen und bewilligten Fördermitteln setzt sich die Stadt in einem schwierigen Marktumfeld ab. Während der allgemeine Baurückgang im Land die finanziellen Belastungen für die Entwicklung verdeutlicht, baut Mönchengladbach seinen Wohnungsbestand weiter aus.






