Milliarden-Chipdeal in Malaysia: Korruptionsermittlungen gegen zwei Verdächtige
Charlotte RichterMilliarden-Chipdeal in Malaysia: Korruptionsermittlungen gegen zwei Verdächtige
Die malaysische Antikorruptionsbehörde (MACC) hat die Anklage gegen zwei Personen empfohlen, die mit einem umstrittenen Chip-Patentdeal über 1,1 Milliarden Malaysian Ringgit (RM) mit dem britischen Technologieunternehmen Arm Holdings in Verbindung stehen. Der scheidende Leiter der Behörde, Tan Sri Azam Baki, bestätigte, dass ihre Identitäten vorerst vertraulich bleiben.
Der Fall geht nun an die Generalstaatsanwaltschaft, die auf Grundlage der Ermittlungsergebnisse der MACC entscheiden wird, ob ein Strafverfahren eingeleitet wird.
Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht eine Vereinbarung vom März 2025, bei der Malaysia für rund 1,1 Milliarden RM (umgerechnet etwa 250 Millionen US-Dollar) Lizenzen für Chip-Designs von Arm Holdings erwarb. Die Zahlungen sollen über ein Jahrzehnt gestreckt werden. Der Deal umfasste 32 Arm-Lizenzen und ermöglichte es lokalen Unternehmen und Start-ups, mithilfe der Arm-Technologie KI-Chips zu entwickeln.
Die MACC prüft mögliche Verstöße gegen Paragraf 23 des MACC-Gesetzes von 2009 (Machtmissbrauch), Paragraf 420 des Strafgesetzbuchs (Betrug) sowie Paragraf 409 (Untreue). Bisher wurden 22 Zeugen vernommen, darunter der Politikwissenschaftler James Chai und der ehemalige Wirtschaftsminister Datuk Seri Rafizi Ramli.
Zwei weitere Zeugen – einer in Taiwan, ein weiterer in Malaysia – stehen noch aus. Ihre Aussagen könnten zusätzliche Klarheit schaffen, bevor der Fall voranschreitet.
Die Generalstaatsanwaltschaft wird die Empfehlungen der MACC prüfen, bevor sie entscheidet, ob Anklage erhoben wird. Das weitere Vorgehen hängt von den gesammelten Beweisen ab, einschließlich der noch ausstehenden Zeugenaussagen. Die finanziellen und rechtlichen Auswirkungen des Deals bleiben weiterhin Gegenstand genauer Prüfung.






