Mexikos Schuljahr 2025–2026 endet früher wegen Hitze und WM-Ablenkung
Sebastian VoigtMexikos Schuljahr 2025–2026 endet früher wegen Hitze und WM-Ablenkung
Mexikos Bildungsministerium (SEP) verkürzt Schuljahr 2025–2026 – Unterricht endet am 5. Juni
Das mexikanische Bildungsministerium (SEP) hat bekannt gegeben, dass das Schuljahr 2025–2026 verkürzt wird und der Unterricht bereits am 5. Juni endet. Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund extremer Hitzeperioden und der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft, die sich nach Einschätzung der Behörden negativ auf die Konzentration der Schülerinnen und Schüler auswirken könnten. Obwohl einige Gouverneure der Kürzung kritisch gegenüberstanden, unterstützten die Bildungsminister aller Bundesstaaten den Beschluss einstimmig.
Der angepasste Schulkalender soll zwei zentrale Herausforderungen bewältigen: die steigenden Temperaturen und die Ablenkung durch die WM. Die Bildungsbehörden argumentieren, dass beide Faktoren den Lernerfolg beeinträchtigen könnten, weshalb eine frühere Beendigung des Schuljahres sinnvoll sei. Trotz Widerstand seitens oppositioneller Gouverneure und lokaler Vertreter fand der Vorschlag bei den Landesbildungsministerien volle Zustimmung.
Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo präzisierte später, dass die üblichen sechs Wochen Sommerferien unverändert bleiben. Die Verkürzung des Schuljahres führe somit nicht zu weniger freier Zeit für die Schülerinnen und Schüler. Das SEP bestätigte zudem, dass auch Privatschulen – ebenso wie staatliche Einrichtungen – den gleichen Kalender einhalten müssen.
Den Bundesstaaten bleibt dennoch ein gewisser Spielraum. Regionen, die von extremer Hitze oder anderen besonderen Umständen betroffen sind, können Anpassungen ihres Stundenplans beantragen. Solche Änderungen bedürfen jedoch der Genehmigung durch das SEP. Der Bildungsrat hat zudem zugesagt, den Kalender nach Rückmeldungen von Eltern noch einmal zu überprüfen, um Bedenken zu berücksichtigen, bevor die Planung für 2025–2026 endgültig feststeht.
Der neue Kalender sieht den 5. Juni als letzten Schultag vor. Zwar können Bundesstaaten Ausnahmen beantragen, doch behält das SEP die Aufsicht, um eine einheitliche Umsetzung zu gewährleisten. In der nächsten Sitzung des Rates wird das Feedback der Eltern ausgewertet, bevor die Details für das kommende Schuljahr verbindlich festgelegt werden.






