15 May 2026, 13:03

Mexiko erschüttert: 1.100-Prozent-Anstieg bei getöteten Polizisten in Sinaloa

Ein Plakat mit einer farbcodierten Karte von Mexiko, die die Einflussbereiche der Kartelle anzeigt, mit begleitendem Erklärungstext.

Mexiko erschüttert: 1.100-Prozent-Anstieg bei getöteten Polizisten in Sinaloa

Dramatischer Anstieg von Polizeimorden erschüttert Mexiko – Sinaloa besonders betroffen

In Mexiko hat die Zahl der getöteten Polizisten stark zugenommen, wobei der Bundesstaat Sinaloa den dramatischsten Anstieg verzeichnet. Zwischen 2022 und April 2026 stieg die Zahl der ermordeten Beamten dort um 1.100 Prozent. Experten führen die Gewalt auf schwache Sicherheitspolitik und prekäre Arbeitsbedingungen bei den Sicherheitskräften zurück.

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Landesweit wurden zwischen 2022 und April 2026 insgesamt 1.596 Polizisten auf staatlicher und kommunaler Ebene getötet. Besonders betroffen sind die Bundesstaaten Guanajuato, Guerrero, Michoacán, Jalisco, Zacatecas, Estado de México, Sinaloa, Veracruz, Nuevo León und Baja California.

In Sinaloa allein stieg die Zahl kontinuierlich an: 2022 starben vier Beamte, 2023 fünf, 2024 bereits sechzehn. 2025 sprang die Zahl auf 48 Tote, und in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 kamen weitere 15 hinzu. Polizisten berichten, dass sie den Kartellen hoffnungslos unterlegen sind – ihre Standarddienstwaffen (Kaliber 9 mm) können gegen die Bewaffnung der Verbrechersyndikate nicht mithalten. Einige Morde stehen im Zusammenhang mit mutmaßlichen Verbindungen von Beamten zu kriminellen Gruppen, andere scheiden aus dem Dienst aus, weil sie die extremen Risiken nicht länger tragen wollen.

Fachleute sehen systemische Versäumnisse als Hauptgrund: - Asael Nuche González macht die Krise an vernachlässigten öffentlichen Sicherheitseinrichtungen und fehlenden Ausbildungsstrategien fest. - Juan Carlos Montero Bagatella argumentiert, dass die Umstrukturierung der Polizei in Sinaloa die Gewalt der Kartelle nicht eindämmen konnte – die Beamten bleiben schutzlos zurück. - Elsa Verónica Jiménez Jiménez betont die dringende Notwendigkeit von Professionalisierung, besserer Ausbildung und angemessener Ausstattung. - Alan García Huitrón weist darauf hin, dass schlechte Arbeitsbedingungen die Polizei in Sinaloa seit langem belasten.

Der Anstieg der Polizeimorde offenbart tiefe Schwächen im mexikanischen Sicherheitssystem. Ohne verstärkte Ausbildung, bessere Ausstattung und institutionelle Unterstützung bleiben die Beamten verwundbar. Die Daten deuten darauf hin, dass die Gewalt nicht abebbt – im Gegenteil.

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