17 April 2026, 07:01

Mathelehrer zu 14 Jahren Haft wegen mutmaßlicher Lokomotiv-Sabotage verurteilt

Schwarz-weiß-Zeichnung eines Bahnhofs mit Menschen auf verschiedenen Oberflächen, betitelt "Verurteilt Leben im Millbank-Gefängnis" oben und unten.

Mathelehrer zu 14 Jahren Haft wegen mutmaßlicher Lokomotiv-Sabotage verurteilt

Das Oberste Gericht der Republik Komi hat im Prozess gegen den ehemaligen Mathematiklehrer Alexei Lebedew ein Urteil gefällt, der beschuldigt wurde, einen Diesellokomotive sabotiert zu haben. Nach einem viel beachteten Verfahren wurde der 33-Jährige zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, gefolgt von elf Jahren in einer Strafkolonie mit strengem Regime. Der Prozess, der am 31. März 2025 endete, drehte sich um einen Brandanschlag auf den Bahnhof von Syktywkar.

Während der Verhandlung gestand Lebedew, die Lokomotive in Brand gesetzt zu haben, behauptete jedoch, er habe geglaubt, legal zu handeln. Er gab an, Teil einer geheimen Staatsoperation gewesen zu sein und Anweisungen von Personen befolgt zu haben, die er für Mitarbeiter der Sicherheitsbehörden hielt. Später erklärte er vor Gericht, von professionellen Betrügern getäuscht worden zu sein, die sich als Vertreter der Sicherheitsdienste und der Zentralbank ausgegeben hätten.

Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich eine Haftstrafe von 14 Jahren gefordert. In seinem letzten Plädoyer zeigte sich Lebedew reumütig und räumte ein, wie schwerwiegend die Beschädigung von Bahneigentum sei. Er bat die Richter, seine Zukunft nicht vollständig zu zerstören, sondern ihm die Chance zu geben, seine Resozialisierung unter Beweis zu stellen.

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Lebedew, Absolvent der Syktywkarer Staatsuniversität mit einem Abschluss in Mathematik und Informatik, flehte um Gnade. Er ersuchte das Gericht, seine Familie und die Möglichkeit einer Rückkehr in den Beruf zu berücksichtigen. Zudem äußerte er die Überzeugung, dass der Prozess ans Licht bringen werde, wer die Ereignisse tatsächlich inszeniert habe und wem sie gedient hätten.

Mit dem Urteil muss Lebedew insgesamt 14 Jahre hinter Gittern verbringen. Die Strafe beginnt mit drei Jahren in einem regulären Gefängnis, bevor er in eine Hochsicherheitsanstalt verlegt wird. Der Fall wirft Fragen nach Manipulation auf und thematisiert die Grenzen rechtmäßigen Handelns unter staatlicher Autorität.

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