Maryland führt neue Gesetze gegen Migrationskontrolle und für Datenschutz ein
Finn WolfMaryland führt neue Gesetze gegen Migrationskontrolle und für Datenschutz ein
Im US-Bundesstaat Maryland treten in den kommenden Wochen zwei neue Gesetze in Kraft, die Bewohner vor bundesstaatlicher Migrationskontrolle schützen sollen. Das Community Trust Act (Gesetz zur Stärkung des Vertrauens in der Gemeinschaft) und das Data Privacy Act (Datenschutzgesetz) wurden von Senator Clarence Lam initiiert und erhalten Unterstützung von Aktivisten, die sich über frühere Migrationspolitiken besorgt zeigen.
Das Community Trust Act wird Anfang Juni in Kraft treten, nachdem Gouverneur Wes Moore es nicht mit einem Veto blockiert hat. Das Gesetz verbietet es der Polizei in Maryland, Inhaftierte nach ihrem Aufenthaltsstatus zu befragen. Zudem dürfen Beamte Personen nicht länger für die Einwanderungsbehörde ICE festhalten – es sei denn, es liegt ein Haftbefehl vor. Ausnahmen gelten bei Schwerverbrechen und registrierten Sexualstraftätern.
Gouverneur Moore erkannte an, dass die Umsetzung des Gesetzes Herausforderungen mit sich bringen könnte, erlaubte jedoch dessen Inkrafttreten. Aktivisten hatten sich besonders für das Gesetz eingesetzt, da sie Befürchtungen wegen der verschärften Migrationspolitik unter der Regierung von Donald Trump äußerten.
Kurz darauf, am 1. Juli, folgt das Data Privacy Act. Dieses Gesetz verhindert, dass bundesstaatliche Migrationsbehörden auf Landesdaten zugreifen können – darunter Dokumente der Kraftfahrzeugverwaltung (MVA), Steuerunterlagen, Gesundheitsdaten und Akten zu Arbeitslosenleistungen. Senator Lam brachte beide Vorlagen ein und stärkt damit die Bemühungen, die Zusammenarbeit zwischen Landesbehörden und bundesstaatlicher Migrationskontrolle einzuschränken.
Während das Community Trust Act die Polizei und Behörden bis Anfang Juni zu Anpassungen ihrer Abläufe verpflichtet, wird das Data Privacy Act ab kommendem Monat den Zugang des Bundes zu landeseigenen Daten weiter beschneiden. Gemeinsam markieren die Gesetze einen Wandel im Umgang Marylands mit Anfragen federaler Migrationsbehörden.






