31 March 2026, 14:05

Mainz unter den Top 15: Hoher Cannabiskonsum in Europa bestätigt

Eine Liniengrafik, die den Anstieg des E-Zigarettengebrauchs in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Mainz unter den Top 15: Hoher Cannabiskonsum in Europa bestätigt

Eine aktuelle Studie hat Mainz als die Stadt mit dem 15.-höchsten Cannabiskonsum in Europa eingestuft. Die vom Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) durchgeführte Untersuchung analysierte Abwässer aus rund 115 Städten. Dabei wurde der Gehalt an THC-COOH, einem Cannabis-Metaboliten, gemessen, um den Konsum auf dem Kontinent zu schätzen.

In Mainz wurden täglich 130,6 Milligramm THC-COOH pro 1.000 Einwohner nachgewiesen. Zwar fehlte ein direkter Vergleich zu Vorjahren, doch die Ergebnisse platzieren die Stadt unter den Spitzenreitern beim Cannabiskonsum in Europa.

Die Studie zeigte deutliche Unterschiede im Konsumverhalten zwischen den Städten: Genf führte die Liste an, während Berlin mit 172 Milligramm pro 1.000 Einwohner auf Platz 4 lag. Frankfurt folgte auf Rang 9 mit etwa 150 Milligramm.

Insgesamt blieb der Cannabiskonsum in europäischen Städten im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die Forscher untersuchten zudem andere Substanzen wie Kokain, Amphetamine, Methamphetamin, MDMA und Ketamin. Während der Konsum von Kokain und Ketamin europaweit stieg, ging der von MDMA zurück.

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In Mainz führte die Polizei kürzlich zwei Wochen lang verstärkte Kontrollen auf der Kaiserstraße durch. Dabei kam es zu 28 Ermittlungsverfahren, davon 21 im Zusammenhang mit dem illegalen Cannabishandel nach den Vorschriften des Cannabisgesetzes (KCanG). Die Studie stellte jedoch keinen Zusammenhang zwischen diesen Maßnahmen und den Konsumtrends her und lieferte auch keine weiteren lokalen Daten.

Die Ergebnisse der EBDD unterstreichen Mainz' Position unter den europäischen Spitzenstädten beim Cannabiskonsum. Bei stabilen Konsumwerten auf dem Kontinent bietet die Studie einen Momentaufnahme der Drogenentwicklungen, ohne lokale Verschiebungen aufzuzeigen. Gleichzeitig verdeutlicht sie übergeordnete Trends, etwa den Anstieg von Kokain und Ketamin, während MDMA seltener konsumiert wird.

Quelle