Madhya Pradesh prüft einheitliches Zivilgesetzbuch unter Leitung von Ex-Richterin Desai
Sebastian VoigtMadhya Pradesh prüft einheitliches Zivilgesetzbuch unter Leitung von Ex-Richterin Desai
Die Regierung des Bundesstaates Madhya Pradesh hat einen Ausschuss eingesetzt, um die Umsetzung eines einheitlichen Zivilgesetzbuchs (Uniform Civil Code, UCC) zu prüfen. Den Vorsitz führt die ehemalige Richterin Ranjana Prasad Desai. Die Kommission wird Ehe, Scheidung und soziale Bräuche in verschiedenen Gemeinschaften untersuchen. Ihre Empfehlungen müssen dabei die Rechte von Frauen und Kindern wahren und gleichzeitig rechtliche Komplikationen vermeiden.
Dem sechsköpfigen Gremium gehören der ehemalige IAS-Beamte Shatrughan Singh, der Rechtsexperte Anoop Nair und der Akademiker Gopal Sharma an. Ergänzt wird das Team vom Sozialarbeiter Budhpal Singh sowie Ajay Katseriya, Additional Secretary im Allgemeinen Verwaltungsdepartment. Die Kommission wird sich mit bestehenden UCC-Modellen in Gujarat und Uttarakhand befassen, wo ähnliche Ausschüsse ebenfalls unter der Leitung von Richterin Desai standen.
Der Ausschuss hat 60 Tage Zeit, um seine Ergebnisse vorzulegen. Bevor die Empfehlungen finalisiert werden, wird er Stellungnahmen von Beteiligten einholen und Einwände prüfen. Alle Verfahren müssen rechtlich wasserdicht sein, um künftige Streitigkeiten zu vermeiden.
Im Mittelpunkt steht dabei mehr als nur die juristische Detailarbeit. Die Kommission wird bewerten, wie verschiedene Gemeinschaften mit Ehe, Scheidung und anderen sozialen Praktiken umgehen. Die Gewährleistung von Gerechtigkeit für Frauen und Kinder bleibt eine zentrale Priorität in ihrer Prüfung.
Der Bericht des Ausschusses wird in zwei Monaten erwartet. Seine Erkenntnisse sollen Madhya Pradeshs Vorgehen beim einheitlichen Zivilgesetzbuch leiten – mit dem Ziel, rechtliche Klarheit und soziale Gerechtigkeit in Einklang zu bringen. Die Regierung wird anschließend auf Basis der Empfehlungen über das weitere Vorgehen entscheiden.






