MACC ermittelt in Milliardenskandal: Britischer Zeuge bleibt verschwunden
Finn WolfMACC ermittelt in Milliardenskandal: Britischer Zeuge bleibt verschwunden
Die malaysische Antikorruptionsbehörde (MACC) ermittelt wegen mutmaßlicher Verfehlungen in einem mit staatlichen Geldern in Höhe von 1,11 Milliarden Ringgit (RM) geförderten Halbleiterprojekt mit dem britischen Technologiekonzern ARM Holdings. Im Rahmen der Untersuchungen hat die Behörde James Chai als Zeugen vorgeladen, doch dieser sei bisher wiederholt nicht erschienen, hieß es.
Die MACC hat Chai nun angeboten, die Flugkosten für seine Rückkehr nach Malaysia zur Befragung zu übernehmen. Bisher hat die Behörde Aussagen von 17 Zeugen protokolliert und wichtige Unterlagen zu dem Fall sichergestellt. Die Ermittler planen, acht weitere Zeugen zu vernehmen, von denen einige im Ausland leben.
Chai, der als entscheidender Zeuge gilt, erhielt bereits zweimal Fristverlängerungen, um auszusagen, kam dieser Aufforderung jedoch nicht nach. Die MACC warnte, dass sie bei weiterer Weigerung internationale Zusammenarbeit über Interpol oder ausländische Strafverfolgungsbehörden anstreben könnte.
Die Behörde betonte, dass alle Geladenen zur Kooperation verpflichtet seien. Gleichzeitig versicherte sie der Öffentlichkeit, dass die Ermittlungen professionell, unabhängig und auf Basis von Beweisen durchgeführt würden. Das Angebot der MACC, Chais Rückflug zu finanzieren, unterstreicht ihren Willen, seine Aussage zu sichern. Sollte er weiterhin nicht kooperieren, könnten weitere internationale Ermittlungsschritte folgen. Die Untersuchungen zu dem 1,11-Milliarden-Ringgit-Projekt dauern derweil an.






