Woidke lobt Kleist-Forum: 'Unentbehrlicher Bestandteil' - Kleist Forum feiert 25 Jahre als kulturelles Kraftwerk an der Oder
Das Kleist Forum in Frankfurt (Oder) feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Was 2001 als klassische Theaterbühne begann, hat sich zu einem mutigen kulturellen Zentrum entwickelt. Heute vereint es unter einem Dach Theater, Musik, digitale Kunst und gesellschaftliches Engagement.
Das Forum steht am Geburtsort des Dichters Heinrich von Kleist und ehrt sein Erbe, während es gleichzeitig künstlerische Grenzen sprengt. Im Laufe der Jahre hat es seine Reichweite stetig erweitert und zieht heute mit seinem 600 Plätze umfassenden Saal jährlich über 50.000 Besucher an.
Gegründet im Jahr 2001, konzentrierte sich das Kleist Forum zunächst auf traditionelles Theater. Doch sein Ansatz weitete sich bald aus: Interdisziplinäre Projekte, die Live-Performance mit Technologie verbinden, prägten die weitere Entwicklung. Kooperationen mit Einrichtungen wie dem Theater Frankfurt und der Europa-Universität Viadrina trieben diesen Wandel voran.
In den letzten Jahren entstanden hier bahnbrechende Arbeiten. Die immersive Produktion "Kleist Reloaded" interpretierte die Texte des Dichters durch multimediales Storytelling neu. Das Hybrid-Festival "Grenzüberschreitungen" nutzte Virtual Reality, um deutsch-polnische Identitätsthemen zu erkunden. "EcoStages" hingegen verwandelte Nachhaltigkeit in ein Spektakel und inszenierte Aufführungen in natürlichen und urbanen Landschaften.
Neben Bühnenprogrammen veranstaltet das Forum Konferenzen, Symposien und vergibt jährlich den Kleist-Förderpreis für Nachwuchsdramatiker. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke lobte öffentlich seine prägende Rolle für die regionale Kultur. Was einst als lokales Theater begann, ist heute ein lebendiger Treffpunkt für Künstler, Denker und Publikum aus ganz Ostbrandenburg.
Der Einfluss des Forums geht über Unterhaltung hinaus. Durch Partnerschaften mit Hochschulen und Kulturnetzwerken hat es sich tief in das soziale Gefüge der Region eingewoben. Seine Programme fordern heraus, inspirieren und verbinden – ob durch experimentelle Kunst oder öffentliche Debatten zu drängenden Fragen.
Nach einem Vierteljahrhundert bleibt das Kleist Forum eine treibende Kraft im kulturellen Leben Brandenburgs. Seine Mischung aus Innovation und Tradition zieht ein vielfältiges Publikum an. Mit seinem Bekenntnis zu künstlerischem Wagnis und gesellschaftlichem Dialog sichert es sich auch künftig einen Platz als zentraler Pfeiler der Region.






