02 May 2026, 12:36

Jenna Norton kehrt nach monatelanger Beurlaubung zum NIH zurück – doch die Zukunft bleibt ungewiss

Plakat mit fettem schwarzem Text "Trickle-Down Economics Doesn't Work" auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, begleitet von einem Zitat des Präsidenten Biden.

Jenna Norton kehrt nach monatelanger Beurlaubung zum NIH zurück – doch die Zukunft bleibt ungewiss

Jenna Norton, Forscherin am Nationalen Institut für Diabetes sowie Verdauungs- und Nierenerkrankungen (NIDDK), ist nach monatelanger bezahlter Freistellung wieder in ihr Amt eingesetzt worden. Die Entscheidung fiel im Juni 2026, nachdem eine Whistleblower-Beschwerde und ein längerer Regierungsstillstand (Government Shutdown) die Angelegenheit überschatten hatten. Ihre Rückkehr bleibt jedoch von Unsicherheit geprägt – sowohl über ihre künftige Rolle als auch über die Zukunft ihrer Arbeit.

Norton war im November 2025 beurlaubt worden, kurz nach einem 43-tägigen Haushaltsstreit, der zu einem Teilstillstand der Bundesbehörden geführt hatte. Der Direktor der National Institutes of Health (NIH), Dr. Jay Bhattacharya, hatte zunächst erklärt, sie stehe unter Untersuchung, da ihr vorgeworfen werde, gegen das Antidefizitgesetz (Antideficiency Act) sowie interne Kommunikationsrichtlinien verstoßen zu haben.

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Ihre Beurlaubung folgte auf ihr Engagement für die Bethesda-Erklärung, einen offenen Brief, den fast 500 NIH-Mitarbeiter unterzeichnet hatten. Das Schreiben kritisierte die Forschungspolitik der Trump-Regierung, insbesondere die Kürzungen bei medizinischen Fördergeldern. Norton’s Anwältin, Debra S. Katz, argumentierte, ihre Beteiligung sei durch den Ersten Verfassungszusatz (First Amendment) rechtlich geschützt.

Während ihrer Abwesenheit führte ein Erlass von Präsident Trump zur Streichung zahlreicher Forschungsförderungen, die Norton verantwortete. Einige Mittel wurden später nach rechtlichen Auseinandersetzungen wieder freigegeben. Ihre Wiedereinsetzung erfolgte abrupt: Eine vierzeilige E-Mail wies sie an, ihre Arbeit wiederaufzunehmen – ohne Begründung oder weitere Erläuterungen.

Norton forscht schwerpunktmäßig zu Ungleichheiten bei der Behandlung und Verbreitung von Nierenerkrankungen. Doch sie äußerte Bedenken, dass ihre Position nicht mehr dieselbe sein werde wie vor der Beurlaubung.

Mit ihrer Rückkehr zum NIH endet eine siebenmonatige Zwangspause, doch Fragen zu ihrem Forschungsauftrag und ihren Aufgaben bleiben offen. Die Wiedereinsetzung folgt auf juristische Streitigkeiten über gekürzte Fördergelder und die Whistleblower-Beschwerde – ihre berufliche Zukunft ist damit weiterhin ungewiss.

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