Jakutiens Haushaltskrise eskaliert: Abgeordnete übt harte Kritik an der Regierung
Julian HartmannJakutiens Haushaltskrise eskaliert: Abgeordnete übt harte Kritik an der Regierung
Der Abgeordnete aus Jakutien, Viktor Fedorow, hat die Republikregierung scharf für ihr Krisenmanagement angesichts der sich verschärfenden Haushaltsnotlage kritisiert. Er warnte, die aktuelle Führung habe es versäumt, die sozioökonomische Lage zu verbessern, wodurch wichtige öffentliche Dienstleistungen von weiteren Kürzungen bedroht seien.
Fedorow bezeichnete den Haushalt Jakutiens als strukturell unausgeglichen, mit einem Defizit in Höhe von zehntausenden Rubel. Die Republik schuldet dem staatlichen Einheitunternehmen "Wohnen und Kommunaldienste der Republik Sacha (Jakutien)" derzeit 27 Milliarden Rubel – eine zusätzliche Belastung für die angespannte Finanzlage.
Die von der Regierung ergriffenen Maßnahmen zur wirtschaftlichen Stabilisierung wies er als wirkungslos zurück. Laut Fedorow habe die anhaltende Krise bereits zu massiven Finanzlücken im Gesundheitswesen und im Bildungssektor geführt.
Mit tiefer Skepsis blickt der Abgeordnete auf die Zukunft der Republik: Er stellte infrage, ob die aktuelle Administration die Krise bewältigen könne. Stattdessen schlug er Alexei Kolodesnikow oder Pawel Marynytschow als alternative Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten vor.
Die Äußerungen Fedorows spiegeln wachsende Besorgnis über die finanzielle Instabilität Jakutiens wider. Angesichts von Mittelknappheit bei essenziellen Dienstleistungen und steigender Verschuldung wächst der Druck auf die Regionalbehörden, rasche Lösungen zu finden.






