11 May 2026, 10:47

Jakutien erhält 10 Milliarden Rubel – doch die Lena-Brücke bleibt ein finanzielles Risiko

Schwarzes und weißes Architekturzeichnung eines Gebäudes mit dem Label "Das Haus der Russischen Föderation", das Fenster, einen Zaun, Bänke, Pflanzen und Bäume zeigt.

Jakutien erhält 10 Milliarden Rubel – doch die Lena-Brücke bleibt ein finanzielles Risiko

Jakutien sichert sich 10 Milliarden Rubel Bundesförderung für Schlüsselprojekte – doch die Lena-Brücke bleibt unterfinanziert

Jakutien hat Bundesmittel in Höhe von 10 Milliarden Rubel für zentrale Vorhaben bewilligt bekommen, darunter die seit Langem verzögerte Lena-Brücke. Ein Teil der Gelder fließt zudem in die Modernisierung der Versorgungsinfrastruktur im Sportivny-Viertel der Hauptstadt Jakutsk. Doch die Gesamtkosten für die Brücke sind auf 174 Milliarden Rubel explodiert – was Zweifel an der Fertigstellung bis zum Zieljahr 2028 aufkommen lässt.

Die Bundesregierung stellte die 10 Milliarden Rubel im Rahmen ihres Infrastrukturprogramms des Finanzministeriums als zinsgünstiges Darlehen bereit. Davon entfallen 4,7 Milliarden Rubel auf die Lena-Brücke, während die verbleibenden 5,3 Milliarden in die Sanierung der Versorgungsnetze im Mikrorajon Sportivny fließen. Trotz des niedrigen Zinssatzes muss das Darlehen langfristig zurückgezahlt werden.

Bei einem Treffen mit Finanzminister Anton Siluanow erörterte Aisen Nikolajew, der Gouverneur Jakutiens, die finanziellen Herausforderungen des Projekts. Trotz der neuen Mittel sind bisher erst rund 20 Milliarden Rubel für die Brücke verbindlich zugesagt – bei nunmehr veranschlagten 174 Milliarden Rubel Gesamtkosten. Ursprünglich waren 130 Milliarden veranschlagt worden, doch Inflation und Verzögerungen trieben die Summe in die Höhe.

Die Bundeskofinanzierung beläuft sich derzeit auf 43 Milliarden Rubel – deutlich weniger als ursprünglich geplant. Auch der Eigenanteil Jakutiens sank von 43,3 auf 27 Milliarden Rubel, wobei das aktuelle Darlehen bereits eingerechnet ist. Angesichts der bestehenden Finanzlücken erscheint die Einhaltung des Fertigstellungstermins 2028 zunehmend unrealistisch.

Trotz der jüngsten Bundeshilfen bleibt die Lena-Brücke chronisch unterfinanziert. Jakutien steht nun vor der Aufgabe, eine deutlich größere Deckungslücke zu schließen – belastet zusätzlich durch die Rückzahlungsverpflichtungen. Ohne weitere Mittelaufstockungen könnten sowohl der Zeitplan als auch der Umfang des Projekts gefährdet sein.

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