Immer mehr Menschen in Deutschland träumen vom Wegzug – besonders vor der Bundestagswahl 2025

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Eine Straßenszene mit mehreren Autos, einigen Fußgängern, Stühlen, einem Baum und einem Gebäude im Hintergrund.

Einer von Fünf Denkt Über Auswanderung Nach - Immer mehr Menschen in Deutschland träumen vom Wegzug – besonders vor der Bundestagswahl 2025

Laut aktuellen Umfragen denken in Deutschland immer mehr Menschen darüber nach, das Land zu verlassen. Zwar plant nur ein kleiner Teil in naher Zukunft auszuwandern, doch der Anteil derer, die mit dem Gedanken spielen, ist gestiegen – besonders unter Migranten und ihren Nachkommen. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend im Vorfeld der Bundestagswahl im Februar 2025.

Im Jahr 2024 verließen rund 1,2 Millionen Menschen Deutschland. Doch die Zahl derer, die über eine Auswanderung nachdenken, liegt deutlich höher – vor allem in bestimmten Gruppen. Eine Studie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) ergab, dass 34 Prozent der ersten Migrantengeneration und 37 Prozent ihrer Nachkommen bereits über einen Weggang nachgedacht haben. Bei Menschen ohne Migrationshintergrund sind es lediglich 17 Prozent.

Der Wunsch, ins Ausland zu ziehen, unterscheidet sich deutlich nach Herkunft. Besonders hoch ist das Interesse bei Menschen mit familiären Wurzeln in der Türkei, dem Nahen Osten oder Nordafrika: 39 Prozent von ihnen erwägen eine Auswanderung. Es folgen Personen mit Ursprung in der ehemaligen Sowjetunion (31 Prozent) und aus EU-Ländern (28 Prozent). Als Hauptgründe nennen sie die Hoffnung auf ein besseres Leben und Erfahrungen mit Diskriminierung. Trotz dieser Zahlen plant jedoch nur ein Bruchteil – gerade einmal 2 Prozent der Befragten – den Umzug innerhalb des nächsten Jahres. Die DeZIM-Ergebnisse zu den allgemeinen Auswanderungsabsichten liegen zudem etwas höher als in anderen Studien. Besonders deutlich stieg die Bereitschaft kurz vor der Bundestagswahl 2025: Bei Migranten und ihren Nachkommen erhöhte sie sich um etwa zehn Prozentpunkte.

Die Daten zeigen eine klare Kluft in den Auswanderungsplänen: Nicht-EU-Zuwanderer – insbesondere aus dem Nahen Osten, Nordafrika und Teilen Asiens – denken häufiger über einen Weggang nach als ethnische Deutsche oder Migranten aus EU-Ländern. Zwar bleiben die tatsächlichen Abwanderungszahlen begrenzt, doch das wachsende Interesse an einer Ausreise spiegelt tiefere Unzufriedenheit mit dem Leben in Deutschland wider. Zwar gibt es keine offizielle Statistik, die alle ethnischen Gruppen nach solchen Absichten einstuft, doch der Trend deutet auf einen Wandel in der Haltung von Migrantengemeinschaften hin.