Illegaler Kaviar-Transport: Zwei Männer in Russland vor Gericht
Zwei Einwohner von Ewensk in der russischen Region Magadan müssen sich nun wegen des illegalen Transports und Verkaufs von nicht gekennzeichnetem rotem Kaviar vor Gericht verantworten. Bei der Aktion ging es um die Beförderung von über 400 Kilogramm gesalzenem Körnerkaviar ohne die vorgeschriebene Etikettierung oder rechtliche Unterlagen.
Den Angeschuldigten wird vorgeworfen, im November 2024 eine Verschwörung zum Transport von Buckellachs-Kaviar von Ewensk nach Magadan zum Verkauf organisiert zu haben. Einer von ihnen zog einen Bekannten zur Hilfe bei der Beförderung hinzu, der angeblich nichts von der illegalen Machenschaft wusste.
Die Behörden griffen ein, nachdem sie festgestellt hatten, dass dem Kaviar die verpflichtenden Produktinformationen fehlten. Die Regionaldirektion des FSB in Magadan leitete die Operation und beschlagnahmte die gesamte Lieferung. Ermittler schätzen, dass der durch die illegale Tätigkeit entstandene Schaden mehr als 2 Millionen Rubel (etwa 22.000 US-Dollar) beträgt.
Die Anklage stützt sich auf die Abschnitte 'a' und 'b' des Artikels 171.1, Abschnitt 4, des russischen Strafgesetzbuchs. Dieser regelt organisierte kriminelle Aktivitäten in besonders großem Umfang. Der Fall wird nach Russlands strengen Anti-Wilderer- und Kennzeichnungsgesetzen verhandelt. Bei einer Verurteilung drohen den Angeschuldigten erhebliche Strafen für ihre Beteiligung am illegalen Kaviarhandel. Die beschlagnahmte Lieferung verbleibt vorerst als Beweismittel im Rahmen der laufenden Ermittlungen.






