05 May 2026, 14:07

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Kampfsport-Akademie

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Pfahl, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Kampfsport-Akademie

Hunderte Demonstranten gingen am Wochenende in Halle auf die Straße, um die Schließung eines Kampfsportstudios zu fordern, das mit rechtsextremen Kreisen in Verbindung gebracht wird. Die von der antifaschistischen Gruppe Daumen runter organisierte Kundgebung richtete sich gegen die Gladiator Fight Academy, eine Einrichtung, der vorgeworfen wird, rechtsextreme Netzwerke und gewaltbereite Ideologien zu fördern.

Die Protestaktion fand vor Halles Hauptbahnhöfe statt, wo die Menge Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ skandierte. Im Fokus stand die Gladiator Fight Academy, ein Studio, das verdächtigt wird, als Treffpunkt für Rechtsextreme zu dienen. Zu den zentralen Figuren dort zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer von Jungsturm Erfurt, einer Gruppe mit extremistischen Verbindungen.

Erst kürzlich veranstaltete das Studio in Teutschenthal die Premiere seiner Gladiator Fight Series. Die Veranstaltung zog ein rechtsextremes Publikum an, darunter Paul Backmund, Kandidat der AfD für die anstehende Landtagswahl. Auch die AfD-Mitglieder Fabian Jank und Benedikt Weiß waren vor Ort – ein weiterer Beleg für die politischen Verknüpfungen.

Weitere Personen mit Bezug zum Studio sind Christopher Henze, dem Verbindungen zur rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden, sowie Hans Krüger, ein Jugendtrainer der Einrichtung, der ebenfalls mit Energie Cottbus und rechtsextremen Hooligan-Kreisen in Verbindung gebracht wird. Kritiker werfen dem Studio vor, Gewalt und Diskriminierung offen zu dulden und sich so zu einem Kristallisationspunkt für extremistische Rekrutierung zu entwickeln.

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Der Protest steht im Kontext einer wachsenden Überprüfung solcher Orte, an denen sich Rechtsextreme laut Berichten unter dem Deckmantel des Kampfsports versammeln. Die Organisatoren von Daumen runter fordern umgehende Maßnahmen zur Schließung der Einrichtung.

Die Demonstration unterstreicht die anhaltenden Spannungen um rechtsextreme Einflüsse in lokalen Sport- und Sozialräumen. Angesichts der Teilnahme von Politikern und bekannten Extremisten an Veranstaltungen der Gladiator Fight Academy könnte der Druck auf die Behörden wachsen, die Aktivitäten des Studios zu untersuchen. Der Protest markiert ein weiteres Kapitel im breiten Widerstand gegen rechtsextreme Netzwerke in der Region.

Quelle