Henkel droht mit Preiserhöhungen für Persil und Schwarzkopf ab 2026
Sebastian VoigtHenkel droht mit Preiserhöhungen für Persil und Schwarzkopf ab 2026
Henkel warnt vor Preiserhöhungen für Verbraucher ab 2026
Der Konsumgüterkonzern Henkel, bekannt für Marken wie Persil und Schwarzkopf, hat davor gewarnt, dass steigende Kosten zu höheren Preisen für Verbraucher führen könnten. Wie Konzernchef Carsten Knobel ankündigte, schließe man nicht aus, die zusätzlichen Belastungen an die Kundschaft weiterzugeben – sollte sich die Lage nicht entspannen.
Allein in diesem Jahr sind die Materialkosten bei Henkel im hohen einstelligen Prozentbereich gestiegen. Dadurch seien zusätzliche Ausgaben von 400 bis 500 Millionen Euro entstanden. Um die höheren Kosten abzufedern, verhandelt das Unternehmen nun mit Lieferanten neu und passt die Marktpreise an.
Bereits umgesetzt wurden Preiserhöhungen im Industriegeschäft, insbesondere bei Klebstoffen. Doch im Verbraucherbereich gestaltet sich die Situation schwieriger: Angesichts der finanziellen Belastung vieler Haushalte könnten höhere Preise für Alltagsprodukte nur schwer durchzusetzen sein.
Aktuell setzt Henkel auf selektive Preisanpassungen, vor allem bei neu eingeführten Produkten. Doch wie Knobel einräumt, könnten flächendeckende Erhöhungen unvermeidbar werden, falls der Kostendruck anhält. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass eine verlässliche Prognose der künftigen Ausgaben kaum möglich sei – zu stark schwanken die Marktpreise von Woche zu Woche.
Ob es tatsächlich zu höheren Preisen für Haushaltswaren kommt, hängt davon ab, ob sich die Materialkosten stabilisieren. Andernfalls könnten Verbraucher ab 2026 mit teureren Produkten rechnen. Henkel steht damit vor der Herausforderung, die Kosten im Griff zu behalten, ohne preissensible Kundschaft zu vergraulen.






