10 May 2026, 14:07

Happel und Nocker prägen mit neuen Rollen die Wiener Theaterszene

Zwei Frauen stehen auf einer Bühne in einem Schwarz-Weiß-Spiel, eine als Mutter und die andere als Tochter, mit Bänken und einem drapierten Tisch im Hintergrund.

Happel und Nocker prägen mit neuen Rollen die Wiener Theaterszene

Zwei renommierte Schauspielerinnen bereiten sich derzeit in Wien auf große Produktionen vor. Maria Happel steht kurz vor der Premiere von Der heilige Falstaff am Burgtheater, während Paula Nocker an Mythen des Alltags arbeitet – einer Koproduktion zwischen dem Volkstheater und den Wiener Festwochen. Beide Künstlerinnen verbinden eine lange Geschichte der Ehrlichkeit und des gegenseitigen Respekts, auch wenn ihre direkte Art mitunter für Reibungen sorgt.

Maria Happel ist tief mit Wien verbunden, wo sie seit über der Hälfte ihres Lebens lebt. Obwohl sie sich als Wienerin fühlt, besitzt sie nur die deutsche Staatsbürgerschaft und darf daher nicht an österreichischen Wahlen teilnehmen. Trotz dieser formalen Distanz wurde sie vor einigen Jahren zur Österreicherin des Jahres gekürt.

In ihrer aktuellen Rolle als Der heilige Falstaff – einer österreichischen Erstaufführung inspiriert von Shakespeares Heinrich IV. – trägt sie als Teil ihrer Figur sogar ein Tattoo. Die Produktion markiert einen weiteren Höhepunkt ihrer Karriere, nachdem sie 2010 in Der Weg ins Freie in Reichenau gemeinsam mit ihren Töchtern auf der Bühne stand.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Happels Umgang mit Kritik ist unkompliziert: Negative Rezensionen liest sie nicht oder nimmt sie nicht ernst. Ihr Rückzug von der Leitung des Reinhardt Seminars folgte Vorwürfen, sie habe zu wenig Zeit und Aufmerksamkeit für die Studierenden gehabt. Gleichzeitig schätzt sie Paula Nockers Ehrlichkeit – selbst wenn diese sie bisweilen verärgert.

Paula Nocker, die derzeit für Mythen des Alltags probt, teilt eine ähnliche Haltung zu Kritik. Sie hält jede Rückmeldung für berechtigt – solange sie respektvoll bleibt. Wie Happel bevorzugt sie direkte Worte, räumt aber ein, dass ungeschminkte Ehrlichkeit manchmal schwer zu ertragen ist.

Beide Schauspielerinnen prägen mit ihren anstehenden Aufführungen weiterhin die Wiener Theaterszene. Happels Der heilige Falstaff und Nockers Mythen des Alltags werden bald über die Bühne gehen und spiegeln ihre langjährigen Karrieren sowie ihren unverstellten Zugang zu ihrem Handwerk wider. Trotz gelegentlicher Spannungen bleibt ihr gegenseitiger Respekt ein prägendes Merkmal ihrer professionellen Beziehung.

Quelle