Hammer Raumstylisten scheitert: Kein Käufer für insolventes Möbelhaus gefunden
Sebastian VoigtHammer Raumstylisten scheitert: Kein Käufer für insolventes Möbelhaus gefunden
Hammer Raumstylisten GmbH findet keinen Käufer für sein Krisenunternehmen
Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer bestätigte, dass sich kein Investor bereit erklärt hat, die angeschlagene Einzelhandelskette zu übernehmen. Ohne eine Rettungslösung wird das Unternehmen nun mit Ladenschließungen und Abverkäufen fortfahren.
Ursprünglich hatte Hammer geplant, das Geschäft als fortführungswürdiges Unternehmen zu verkaufen, um möglichst viele Standorte zu erhalten. Doch die Verhandlungen mit potenziellen Käufern stockten, sodass am Ende keine tragfähigen Angebote vorlagen. Bis Ende März wurde deutlich, dass der Investorenprozess nicht das erhoffte Ergebnis gebracht hatte.
Alle 46 Hammer-Filialen haben bereits geschlossen. Die verbleibenden 41 Standorte werden am 1. April noch einmal kurz öffnen – nicht für den regulären Verkauf, sondern für Räumungsverkäufe. Diese sollen dringend benötigte Liquidität beschaffen, bevor am selben Tag das offizielle Insolvenzverfahren beginnt.
Rund 1.100 Mitarbeiter erhalten bis Ende März 2026 weiterhin Löhne über die Bundesagentur für Arbeit. Doch die Insolvenzgeldzahlungen allein können das Unternehmen nicht über diesen Zeitpunkt hinaus retten. Um unter Vollkostenbedingungen überlebensfähig zu bleiben, müsste das Unternehmen seine Filialzahl drastisch reduzieren und den verbleibenden Lagerbestand veräußern.
Verwalter Stefan Meyer von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH räumte ein, dass die Aussichten auf eine Wiederbelebung von Hammer als Fachhandelsmarke mittlerweile gering sind. Der Fokus liege nun auf einer geordneten Abwicklung des Geschäftsbetriebs.
Die Schließung der Hammer-Filialen markiert das Ende eines langjährigen Einzelhandelskonzepts. Die Räumungsverkäufe laufen noch im April, doch ohne eine Rettung in letzter Minute wird das Unternehmen in die reguläre Insolvenz gehen. Die Mitarbeiter sind bis zum Abschluss des Verfahrens im nächsten Jahr auf staatliche Unterstützung angewiesen.






