02 May 2026, 23:01

Grüne-Kandidatin Clarissa Astor löst mit Social-Media-Posts Antisemitismus-Debatte aus

Ein Mann hält ein Schild mit der Aufschrift "Fuck Hamas" vor einer Menge, einige tragen Helme und halten Fahnen, mit Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Grüne-Kandidatin Clarissa Astor löst mit Social-Media-Posts Antisemitismus-Debatte aus

Clarissa Astor, Kandidatin der Grünen für die anstehende Wahl, steht wegen einer Reihe umstrittener Social-Media-Beiträge in der Kritik. Zu den Veröffentlichungen gehörten manipulierte Bilder von Politikern sowie Behauptungen über Verbindungen der britischen Polizei zu Israel. Ihre Äußerungen haben Empörung bei politischen Gegnern ausgelöst und Fragen zur Haltung der Partei gegenüber Antisemitismus aufgeworfen.

Astor, die mit dem Stiefbruder von Samantha Cameron verheiratet ist und zum elitären „Chipping Norton Set“ in den Cotswolds zählt, teilte ein KI-generiertes Bild von Prinzessin Diana, das sie mit einem Keffiyeh zeigt – einem Symbol der Solidarität mit den Palästinensern. Zudem veröffentlichte sie ein bearbeitetes Foto des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu mit einem Hitler-Bärtchen.

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In einem weiteren Beitrag warf sie der britischen Polizei vor, „im Dienst des Zionismus“ zu stehen, nachdem sie ein Foto von Beamtinnen bei einer pro-palästinensischen Demonstration geteilt hatte. Später verbreitete sie ein Propagandabild, das einen Hamas-Terroristen zeigt, der von einer israelischen Geisel geküsst wird. Bereits im Februar 2025 hatte sie in einer Nachricht den Anschein erweckt, Hamas zu verteidigen.

Astor schrieb außerdem, „die Zionisten seien die Migranten, die nach Palästina kamen“ – in Anspielung auf jüdische Israelis. Ihre Äußerungen folgen auf jüngste Kontroversen innerhalb der Grünen, bei denen Parteichef Zack Polanski sich für das Teilen eines Beitrags entschuldigen musste, in dem Polizisten kritisiert wurden, die den mutmaßlichen Angreifer von Golders Green festgenommen hatten.

Der Vorsitzende der Konservativen Partei, Kevin Hollinrake, verurteilte die Grünen als „Gift“ und „bis ins Mark verdorben“ – als Reaktion auf die Beiträge. Astors Veröffentlichungen haben die Prüfung der Haltung der Grünen zu Antisemitismus und Extremismus verschärft. Der Vorfall heizt die laufenden Debatten über politische Rhetorik und Verhalten in sozialen Medien vor den bevorstehenden Wahlen weiter an. Die Partei hat bisher keine offizielle Stellungnahme zu Astors Äußerungen abgegeben.

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