Gericht stoppt Trumps umstrittenen Ballsaal-Bau im Weißen Haus
Ein Bundesrichter hat die umstrittenen Pläne von Präsident Trump gestoppt, den historischen Ostflügel des Weißen Hauses abzureißen und durch einen riesigen Ballsaal zu ersetzen. Mit dem Urteil wird der Bau gestoppt, nachdem Bagger im Oktober 2020 damit begonnen hatten, die 123 Jahre alte Struktur niederzureißen. Kritiker, darunter Tausende Bürger und Denkmalschutzorganisationen, lehnen das Projekt seit Langem ab.
Der Richter erklärte, Trumps Pläne verletzten drei Verfassungsartikel sowie Bundesgesetze, die für Bauvorhaben an Bundesgebäuden die Zustimmung des Kongresses vorsehen. Er wies das Argument der Regierung zurück, frühere Präsidenten hätten ähnliche Maßnahmen ergriffen, und verglich den Vorschlag mit dem Bau eines Swimmingpools ohne angemessene Aufsicht. Das Weiße Haus gehöre keinem Einzelnen – nicht einmal dem Präsidenten, betonte er.
Die Kosten für das Projekt waren bereits auf 400 Millionen Dollar explodiert, das Doppelte der ursprünglichen Schätzung. Unterdessen zeigten rund 32.000 öffentliche Stellungnahmen eine breite Ablehnung, wobei viele stattdessen für eine Restaurierung des Ostflügels plädierten. Die National Trust for Historic Preservation hatte im Dezember 2025 Klage eingereicht, was zu einem vorläufigen Baustopp führte.
Trotz des Rückschlags wird erwartet, dass die National Capital Planning Commission Trumps Ballsaal-Entwurf noch an diesem Donnerstag genehmigt. Die Anwälte des Präsidenten haben bereits angekündigt, in Berufung zu gehen – möglicherweise bis vor den Supreme Court.
Die Entscheidung des Richters bedeutet, dass die Bauarbeiten ohne Zustimmung des Kongresses nicht fortgesetzt werden dürfen. Trumps Team muss nun rechtliche Hürden überwinden, bevor weitere Schritte unternommen werden können. Das Ergebnis wird entscheiden, ob der historische Ostflügel gerettet oder durch den geplanten Ballsaal ersetzt wird.






