Georgiens Opposition fordert 1.050-Lari-Mindestlohn – Regierung blockt ab
Julian HartmannGeorgiens Opposition fordert 1.050-Lari-Mindestlohn – Regierung blockt ab
Die Oppositionspartei "Gacharia für Georgien" hat vorgeschlagen, in dem Land einen Mindestlohn von 1.050 Lari (etwa 300 US-Dollar) einzuführen. Die regierende "Georgischer Traum" lehnte den Gesetzentwurf ab, was Kritik von Oppositionsmitgliedern an der Haltung der Regierung zur Bezahlung von Arbeitnehmern auslöste.
"Gacharia für Georgien" brachte den Lohnvorschlag ein und argumentierte, dass eine Kommission die Inflation, steigende Preise und die allgemeine wirtschaftliche Lage bewerten solle. Die Partei forderte zudem die Einsetzung einer temporären parlamentarischen Arbeitsgruppe, um das Thema eingehend zu prüfen.
Die Regierungspartei "Georgischer Traum" wies den Plan der Opposition zurück und behauptete, der Entwurf basiere auf unzureichenden Untersuchungen. Giorgi Scharaschidse, Mitglied von "Gacharia für Georgien", warf der Regierung vor, dies nur als Ausrede zu nutzen. Er warnte, dass die Ablehnung des Vorschlags zeige, wie wenig der Regierung an der Verbesserung der sozialen Bedingungen gelegen sei.
Als Reaktion drohte die Opposition, nach den Wahlen 2028 einen rechtlich verbindlichen Mindestlohn durchzusetzen, falls die aktuelle Regierung weiterhin Fortschritte blockiere.
Die Debatte unterstreicht die Spannungen zwischen Regierung und Opposition in der Lohnpolitik. Während "Gacharia für Georgien" auf weitere Studien und Maßnahmen pocht, beharrt "Georgischer Traum" darauf, dass der Vorschlag noch nicht reif für eine Umsetzung sei. Die weitere Entwicklung hängt von künftigen parlamentarischen Beratungen und möglichen Wahlverschiebungen ab.






