27 April 2026, 00:09

Fusionsenergie: Warum saubere Energie aus Kernfusion noch teuer bleibt

Tortendiagramm, das den globalen Verbrauch an erneuerbarer Energie im Jahr 2008 zeigt, unterteilt in Abschnitte für fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasserkraft, Warmwasserheizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe.

Fusionsenergie: Warum saubere Energie aus Kernfusion noch teuer bleibt

Fusionsenergie hat als potenzielle saubere Energiequelle große Investitionen auf sich gezogen. Regierungen und private Unternehmen stecken Milliarden in die Forschung, doch die künftigen Kosten bleiben ungewiss. Eine aktuelle Studie im Fachmagazin Nature Energy untersuchte, ob Fusion jemals so günstig werden kann, dass sie mit anderen Energietechnologien konkurrieren kann.

Die USA stellten im Haushaltsjahr 2024 über eine Milliarde Dollar für die Fusionsforschung bereit. Private Firmen steuerten zwischen Juli 2024 und Juli 2025 weitere 2,2 Milliarden Dollar bei. Diese Mittel fließen vor allem in zwei Ansätze: die magnetische Einschlussfusion und die laserbasierte Trägheitsfusion.

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Die Forscher analysierten die Lernkurve der Fusion – ein Maß dafür, wie stark die Kosten sinken, wenn die Produktion hochgefahren wird. Zum Vergleich: Onshore-Windkraft, Lithium-Ionen-Batterien und Solarmodule verzeichneten historisch Lernraten von 12 %, 20 % bzw. 23 %. Die Kernspaltung liegt dagegen bei nur 2 %.

Die Studie schätzte die Lernkurve der Fusion unter Berücksichtigung von Anlagengröße, Konstruktionskomplexität und Anpassungsbedarf ab. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Kosten für Fusion nicht so schnell fallen werden wie bei Batterien oder Solarstrom. Trotz des Versprechens emissionsfreier Energie bleiben technische und wirtschaftliche Herausforderungen bestehen.

Fusionsenergie könnte eines Tages eine stetige, klimaneutrale Stromversorgung bieten. Doch hohe Kosten und langsame Skalierung sind weiterhin zentrale Hürden. Ohne schnellere Kostensenkungen wird ihre Rolle im Energiemix davon abhängen, ob diese Hindernisse überwunden werden können.

Quelle