Fünf Staatschefs erkunden seltenes Kulturerbe im Yassawi-Mausoleum
Fünf Staatschefs haben kürzlich das historische Khoja-Ahmed-Yassawi-Mausoleum in Kasachstan besichtigt. Der Besuch umfasste eine exklusive Ausstellung seltener Artefakte aus dem 14. bis 19. Jahrhundert. Zu den Gästen zählten Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew, Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev, Kirgisistans Präsident Sadyr Schaparow, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sowie Usbekistans Präsident Schawkat Mirsijojew.
Die Würdenträger begutachteten eine sorgfältig ausgewählte Kollektion von Exponaten, die mit der Geschichte des Mausoleums verbunden sind. Zu sehen waren unter anderem Bronzelaternen, die im Auftrag des Emirs Timur gefertigt wurden, sowie hängende Leuchter und zweiarmige Lampen aus dem 15. Jahrhundert, verziert mit Drachenmotiven. Ein besonderes Highlight bildete ein uraltes Kupfer-Kubba – der einstige Bekrönungsaufsatz der Kuppel des Mausoleums.
Ein besonders seltenes Ausstellungsstück war eine hölzerne Tür aus dem 14. Jahrhundert, die ursprünglich zum Grab selbst gehörte. Die noch intakte Tür war mit filigranen Knochenintarsien, Metallplatten und vergoldeten Inschriften in Kufi- und Thuluth-Schrift – zwei Stilen der arabischen Kalligrafie – verziert.
Ein weiteres herausragendes Exponat war ein Bestattungstuch aus dem 18.–19. Jahrhundert, bekannt als Qabırjapqış. Dieser aufwendig gestaltete Stoff, der einst über dem Grabstein Khoja Ahmed Yassawis drapiert war, zeigte religiöse Symbole, geometrische Muster und zarte Kalligrafie.
Die Ausstellung bot den Staatschefs einen detaillierten Einblick in Artefakte, die Jahrhunderte des zentralasiatischen Kulturerbes umspannen. Die Exponate – von Laternen aus der Timuridenzeit bis hin zu einem heiligen Grabtuch – unterstrichen die anhaltende kulturelle und historische Bedeutung des Mausoleums. Der Besuch betonte die Rolle der Stätte als gemeinsames Erbe der teilnehmenden Nationen.






