Freiburg errichtet Schutzzaun um Synagoge nach wiederholten Angriffen auf jüdisches Leben
Charlotte RichterFreiburg errichtet Schutzzaun um Synagoge nach wiederholten Angriffen auf jüdisches Leben
Freiburg wird bald einen Schutzzaun um die Synagoge der Stadt errichten. Die Entscheidung folgt wiederholten Forderungen der Jüdischen Gemeinde nach besserem Schutz. Angesichts der zunehmenden Angriffe auf jüdisches Leben in Deutschland werden solche Maßnahmen immer dringender.
Das von der Caritas Freiburg geleitete Projekt soll Sicherheit mit dem Respekt vor dem Charakter des Ortes verbinden. Ein transparenter Stahlzaun mit einer Höhe von 1,75 Metern wird das Gelände umschließen, mit einem torförmigen Eingang in Form eines Leuchters (Menora). Die Genehmigung für den Zaun erfolgte nach monatelanger Abstimmung zwischen der Stadt und jüdischen Vertretern. Der Sicherheitsbeauftragte der Jüdischen Gemeinde, Nikita Nikischin, begrüßte den Schritt und betonte, dass er Gläubige und das Gebäude besser schützen werde. Oberbürgermeister Martin Horn unterstrich, der Schutz jüdischen Lebens habe höchste Priorität, räumte jedoch ein, dass die Notwendigkeit solcher Barrieren zutiefst beunruhigend sei.
Die Finanzierung des 120.000-Euro-Projekts kommt aus verschiedenen Quellen. Der Zentralrat der Juden in Deutschland stellt 27.500 Euro bereit, die Stadt übernimmt die restlichen Kosten. Neben der Sicherheitsfunktion ermöglicht das Design künftig auch ein Mahnmal, das Grundsteine der ehemaligen Synagoge einbezieht.
Die transparente Stahlpalisade wurde gewählt, um die offene Atmosphäre des Platzes zu bewahren. Trotz ihrer Schutzfunktion wird der Zaun die Synagoge nicht verbergen oder das Umfeld beeinträchtigen. Die Bauarbeiten sollen unter der Aufsicht der Caritas Freiburg erfolgen, die auch für Planung und Umsetzung verantwortlich ist.
Der neue Zaun bietet nicht nur physischen Schutz, sondern schafft auch einen Raum der Erinnerung. Sein transparentes Design sorgt dafür, dass die Synagoge sichtbar bleibt, während Sicherheitsrisiken begegnet wird. Das Projekt steht für die anhaltenden Bemühungen, Bedrohungen gegen jüdische Einrichtungen in der Region entgegenzuwirken.






