Falsches Video zeigt Carney mit erfundenen Drohungen gegen Alberta
Julian HartmannFalsches Video zeigt Carney mit erfundenen Drohungen gegen Alberta
Ein irreführendes Video verbreitet sich derzeit online, in dem behauptet wird, Premierminister Mark Carney habe gedroht, das Notstandsgesetz gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen Albertas einzusetzen. Die Aufnahmen stellen seine Äußerungen fälschlich in Zusammenhang mit einer Veranstaltung am 29. März in Hamilton. Tatsächlich stammt das Tonmaterial jedoch aus einer völlig anderen Rede.
Die manipulierte Aufnahme kombiniert Carneys Worte von einem Wahlkampfauftritt 2025 in Kelowna mit nicht zusammenhängenden Bildern eines Besuchs in einem Stahlwerk. Während der Zusammenkunft in Hamilton wurden keinerlei Aussagen zu Notstandsmaßnahmen getroffen.
Carney nahm am 29. März an einer Veranstaltung bei ArcelorMittal Dofasco in Hamilton teil – und nicht, wie in einigen Berichten fälschlich behauptet, bei Stelco. Die Kanadische Presse dokumentierte seine vollständige Rede, in der er sich lobend über das Unternehmen äußerte. Weder die Unabhängigkeitsbewegung in Alberta noch das Notstandsgesetz wurden darin erwähnt.
Das täuschende Video schnitt Tonaufnahmen von einem separaten Ereignis – Carneys Wahlkampf für den Vorsitz der Liberalen Partei 2025 in Kelowna, British Columbia – in die Bilder vom Hamilton-Stahlwerk ein. In der ursprünglichen Rede in Kelowna sprach Carney zwar über Notstandsbefugnisse, allerdings ohne Bezug zu Alberta. Die Veranstaltung in Hamilton stand in keinem Zusammenhang mit diesen Aussagen.
Faktenchecker bestätigten, dass die Tonaufnahme im viral gegangenen Clip nicht mit der ursprünglichen Aufnahme aus Hamilton übereinstimmt. Die irreführende Montage verbreitet sich seitdem weitläufig und suggeriert fälschlich, Carney habe während seines Besuchs bei den Stahlarbeitern Drohungen ausgesprochen.
Die Behauptung, Carney habe in Hamilton über die Anwendung des Notstandsgesetzes gesprochen, ist unbelegt und basiert auf manipuliertem Material. Die Originalaufnahme der Veranstaltung in Hamilton enthält keine derartigen Aussagen. Trotz Richtigstellungen durch Medien und Faktenchecker ist das irreführende Video weiterhin online abrufbar.






