Ex-Assistentin stiehlt 1,2 Millionen Euro – und landet im Gefängnis
Eine ehemalige persönliche Assistentin in Singapur ist zu einer Haftstrafe verurteilt worden, nachdem sie ihrer Arbeitgeberin über 1,8 Millionen Singapur-Dollar (umgerechnet etwa 1,2 Millionen Euro) gestohlen hatte. Judy Teh Mui Eng, die bei einem Leasingunternehmen beschäftigt war, hatte über fast sieben Jahre hinweg Schecks manipuliert und Zahlungsbelege gefälscht. Sie gestand 26 Anklagepunkte ein, darunter Urkundenfälschung und Geldwäsche.
Zwischen Juni 2010 und April 2017 nutzte Teh ihre Position aus, indem sie Zahlungsbelege und Schecks verfälschte. Mit radierbarer Tinte änderte sie die Namen der ursprünglichen Empfänger in die ihrer eigenen Firmen. Zudem behauptete sie fälschlicherweise, einige Zahlungen seien vom Bruder ihres Chefs genehmigt worden.
Der Betrug flog im Mai 2017 im Rahmen einer internen Untersuchung auf. Die Ermittler stellten später fest, dass Teh das gestohlene Geld für ihre eigenen Geschäftsaktivitäten und private Familienausgaben verwendet hatte. Obwohl sie die gesamte Summe zurückerstattete und Reue zeigte, verurteilte sie das Gericht zu drei Jahren und drei Monaten Haft.
Teh sah sich 26 Anklagepunkten gegenüber, doch bei der Urteilsfindung wurden über 130 ähnliche Straftaten berücksichtigt. In Handelsregistern ist sie nach wie vor als Geschäftsführerin einer Kneipe eingetragen, doch seit ihrer Verurteilung im Jahr 2020 sind keine weiteren Führungspositionen von ihr bekannt geworden.
Der Fall zeigt, wie Teh ihre vertrauensvolle Stellung über einen langen Zeitraum missbrauchte, um Firmengelder zu veruntreuen. Das Urteil unterstreicht die Schwere ihrer Taten – selbst nach vollständiger Rückzahlung des gestohlenen Betrags. Obwohl sie offiziell noch als Kneipenchefin geführt wird, hat sie seit ihrer Verurteilung keine neuen Managementpositionen mehr übernommen.






