EU-Strukturfonds beflügeln Ostdeutschlands Wirtschaft mit Milliardeninvestitionen
Sebastian VoigtEU-Strukturfonds beflügeln Ostdeutschlands Wirtschaft mit Milliardeninvestitionen
Eine neue Studie des ifo Instituts in Dresden zeigt, wie EU-Strukturfonds das Wachstum in Deutschlands wirtschaftlich schwächeren Regionen gefördert haben. Zwischen 2014 und 2020 flossen fast 21 Milliarden Euro in das Land – der Großteil davon in die ostdeutschen Bundesländer. Die Ergebnisse unterstreichen die Auswirkungen dieser Investitionen auf die regionalen Wirtschaften.
In der Förderperiode 2014–2020 erhielt Deutschland knapp 21 Milliarden Euro aus den EU-Strukturfonds. Fast zwei Drittel dieser Mittel gingen in die wirtschaftlich schwächeren Regionen Ostdeutschlands. Pro Kopf profitierten die Bewohner dort von geförderten Investitionen in Höhe von durchschnittlich etwa 700 Euro – deutlich mehr als die 150 Euro pro Person in den westdeutschen Ländern.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass jeder investierte Euro aus den EU-Fonds zwei zusätzliche Euro an Bruttoinlandsprodukt erbrachte. Besonders wirksam waren Investitionen in Forschung, Innovation und Wissenstransfer, die die Produktivität steigerten. Viele Infrastrukturprojekte und Wachstumsinitiativen in Ostdeutschland wären ohne diese Unterstützung nicht realisiert worden.
Auch kleine und mittlere Unternehmen profitierten von den EU-kofinanzierten Programmen. Laut den Forschern wäre das öffentliche Investitionsvolumen im Osten ohne die EU-Hilfen deutlich geringer ausgefallen.
Der Bericht warnt, dass ein Rückgang der EU-Förderung diese Regionen belasten könnte. Ohne kontinuierliche Unterstützung könnten künftige Projekte in den Bereichen Infrastruktur, Forschung und Wirtschaftsentwicklung ins Stocken geraten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Strukturfonds eine zentrale Rolle bei der Verringerung der wirtschaftlichen Ungleichheiten innerhalb Deutschlands gespielt haben.






