19 March 2026, 12:05

EU-Kürzungen bedrohen deutsche Landwirte mit Millionenverlusten ab 2028

Eine Plakatkarte der USA, die den Prozentsatz von Bauernmärkten zeigt, die SNAP-Gelder in jedem Landkreis im Jahr 2013 akzeptieren.

Backhaus: Ländliche Gebiete dürfen nicht vernachlässigt werden - EU-Kürzungen bedrohen deutsche Landwirte mit Millionenverlusten ab 2028

Landwirte in Deutschland stehen vor massivem finanziellen Druck, da die EU tiefgreifende Kürzungen im Agrarhaushalt plant. Die vorgeschlagenen Änderungen, die ab 2028 in Kraft treten sollen, könnten Subventionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro streichen und die Mittel stattdessen in Reserven für die Klimakrise umschichten. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus warnt vor schweren Folgen für über 1.000 Betriebe in der Region allein.

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU wird derzeit überprüft, wobei der nächste mehrjährige Finanzrahmen voraussichtlich zu realen Ausgabenkürzungen führen wird. Statt klassischer Subventionen sollen künftig mehr Gelder in klimabedingte Notfälle wie Dürren, Überschwemmungen und Tierseuchen fließen. In den Reformgesprächen geht es nun um marktbasierte Lösungen, die Produzenten stärker in die Pflicht nehmen, Umweltkosten zu tragen – ein Abschied von älteren regulativen Modellen.

Mecklenburg-Vorpommern könnte jährlich über 160 Millionen Euro an EU-Agrarförderung verlieren. Die Kürzungen zielen besonders auf größere Betriebe ab, etwa durch Obergrenzen und gestaffelte Absenkungen, und verschärfen so die ohnehin angespannte Lage der Branche. Backhaus betonte, dass die GAP nicht nur Subventionen, sondern auch die Entwicklung des ländlichen Raums finanziert.

Die Rechtsunsicherheit hat nach jüngsten Gerichtsurteilen zu nitratbelasteten Gebieten weiter zugenommen. Auf der anstehenden Agrarministerkonferenz (AMK) wollen Backhaus und Brandenburg für klarere, praxistaugliche Düngeregeln kämpfen. Die Landwirte sehen sich damit sowohl finanziellen als auch regulatorischen Herausforderungen gegenüber, während die bestehenden Belastungen durch die neuen Pläne noch verschärft werden.

Die geplanten Haushaltskürzungen würden die Betriebe hart treffen – besonders in Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern. Während die Subventionen schrumpfen und die Klimafonds wachsen, müssen sich die Produzenten auf strengere marktbasierte Vorgaben einstellen. Die Ergebnisse der AMK-Beratungen könnten entscheiden, wie die Landwirte diese finanziellen und rechtlichen Hürden in den kommenden Jahren meistern.

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