11 May 2026, 05:01

Ethanol-Lobbyist zahlt Teilnehmer für Kundgebung mit Vizepräsident JD Vance in Iowa

Große Menschenmenge mit Schildern vor einer Bühne mit zwei Rednern auf einem Podium, flankiert von sitzenden Teilnehmern, Wahlplakaten, einem Bildschirm und Deckenleuchten.

Ethanol-Lobbyist zahlt Teilnehmer für Kundgebung mit Vizepräsident JD Vance in Iowa

Ein Lobbyist der Ethanolindustrie in Iowa hat eingestanden, Menschen dafür bezahlt zu haben, an einer Kundgebung mit Vizepräsident JD Vance teilzunehmen. Jake Swanson, ein ehemaliger Berater von Gouverneurin Kim Reynolds, lockte mit finanziellen Anreizen, um die Teilnehmerzahl bei der Veranstaltung am Dienstag in Des Moines zu erhöhen.

Das Vorgehen wirft Fragen auf, ob Unternehmens- oder gemeinnützige Gelder genutzt wurden, um die Zuschauerzahlen bei einer politischen Veranstaltung zu beeinflussen.

Vizepräsident JD Vance sprach bei der Kundgebung in Des Moines am Dienstag und kampagnierte gemeinsam mit dem republikanischen Kongressabgeordneten Zach Nunn. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Ausweitung des Verkaufs von E15-Ethanol – ein zentrales Thema für den Agrarsektor in Iowa.

Vor der Kundgebung verschickte Swanson, der als Ethanol-Lobbyist tätig ist, Textnachrichten, in denen er 100 Dollar für die Teilnahme anbot. Zudem versprach er 25 Dollar extra für jede weitere Person, die man mitbrachte. Die Prämie war nicht gedeckelt, sodass jemand, der 20 Leute anwirbt, bis zu 500 Dollar verdienen konnte.

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Swanson verteidigte später sein Handeln und behauptete, er habe eigenes Geld verwendet. Er erklärte, er sei „froh, einige Studenten der Iowa State zur Kundgebung zu bringen“, um Unterstützung für Ethanol und Biokraftstoffe zu zeigen. Dennoch könnten die Zahlungen kritisch geprüft werden, falls Unternehmens- oder gemeinnützige Mittel im Spiel waren.

Das Büro des Vizepräsidenten gab an, von Swansons Rekrutierungsversuchen keine Kenntnis gehabt zu haben. Unterdessen distanzierte sich das Great Plains Institute, einer von Swansons Kunden, von der Aktion und betonte, man habe keine Kenntnis davon gehabt. Zudem verwies das Institut darauf, dass Swansons Arbeit für sie nichts mit Ethanol-Fragen zu tun habe.

Der Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit auf mögliche Verstöße gegen Wahlkampf-Finanzierungsregeln und die Manipulation von Teilnehmerzahlen bei politischen Veranstaltungen. Obwohl Swanson die Zahlungen als privat darstellte, könnte der Fall dennoch weiter untersucht werden.

Das Team des Vizepräsidenten hat sich von der Angelegenheit distanziert, sodass Fragen zu Transparenz und Finanzierungsquellen weiterhin offenbleiben.

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